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Wall Street Trends
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Der Börsenspekulant: Ihr Börsennewsletter

Erleben Sie die Börsen aus der Sichtweise eines professionellen Traders

Der TradeCentre Newsletter war 1998 einer der ersten Internet-Börsenbriefe und feierte große Erfolge. In den letzten Jahren haben mich viele Leser gebeten meine Gedanken zum Börsengeschehen in ähnlicher Form wieder zu veröffentlichen. Jetzt endlich erlaubt mir die Zeit wieder einen solchen wöchentlichen Börsen-Newsletter regelmäßig zu schreiben, um Sie an meiner Sichtweise der Dinge teilhaben zu lassen. Ich verknüpfe wirtschaftliche Hintergründe mit praktischen Trading-Ansätzen. So macht die Börse Spass und Sie verstehen die Kräfte, die die Märkte bewegen.

Viele Grüße Ihr Simon Betschinger

Artikel vom 03. Juni 2009

Das Vermächtnis des Meister-Traders

Liebe Leser

die Erbauer der Bibliothek von Alexandria wollten das Wissen der Welt an einem Ort vereinen. Die Bibliothek umfasste die bedeutendsten Schriftstücke aller Völker und nahezu die gesamten Schriftstücke der großen griechischen Denker. Als Julius Caesar 48 vor Christus in Alexandria einmarschierte, wurde die Bibliothek Opfer der Kriegshandlungen und ging in Flammen auf. 700.000 Schriftrollen wurden vernichtet und mit ihnen das Wissen von Jahrtausenden.

Eine ähnlich vernichtende Wirkung auf das Wissen über die Börse hatte die Erfindung der Computertechnologie. Während die Wall Street Spekulanten im letzten Jahrhundert noch mit geistiger Schärfe und brillanten Ideen zu überzeugen wussten, wuchs in den späten 1990er Jahren eine Generation von Tradern heran, deren Gedankenwelt auf Zahlenreihen beschränkt war. Hirn aus, Computer ein, Indikatoren berechnen, Handelssysteme programmieren, Korrelationen bestimmen, exponentielle Durchschnitte einzeichnen - ein fataler Schritt in die falsche Richtung!

Das wohl bedeutendste Konzept der Börsenspekulation wurde von Jesse Livermore entwickelt. In seinem Buch "How to Trade in Stocks", das 1940 erschien, stellt Livermore das Konzept der Pivotal Prices vor. Jesse beobachtete, dass es Schlüsselpreise gibt, die auf Kurse eine besonders starke Auswirkung haben. Als ein simples Beispiel nennt er wenn eine starke Trend-Aktie eine runde Marke wie etwa 100€ überschreitet. Diese runden Kursmarken schienen damals auf das Börsenpublikum eine berauschende Wirkung zu haben. Ich zitiere die original Worte von Jesse Livermore aus dem Jahr 1940:
    Whenever i have had the patience to wait for he market to arrive at what I call a "Pivotal Point" before I started to trade, I have always made money in my operations...Just as markets in time will give you a positive tip when to get in – if you have patience to wait – they will just as surely give you a tipp-off when to getout. "Rome was not built in a day,” an nor real movement of importance ends in one day o in one week....Many years ago I began profiting from the simplest type of Pivotal Point trades. Frequently I had observed that when a stock sold at 50, 100, 200 and even 300 , a fast and straight movement almost invariably occurred after such points wer passed. My first attempt to profit on these Pivotal Points was in the old Anaconda stock. The instant it sold at 100, I placed an order to buy 4000 shares. The order was not completed until the stock crossed 105 a few minutes later. That day it sold up about ten points more and the next day had anothter remarkable bulge. With only a few normal reactions of seven or eight points the advance continued to well over 150 in a short period of time. At no time was the Pivotal Point of 100 in danger.
Was uns Pivotal Points sagen

Diese Aufzeichnungen von Jesse Livermore halfen mir mein eigenes System der Pivotal Points zu entwickeln. Dafür werde ich ihm mein Leben lang dankbar sein. Anders als Jesse verwende ich Nachrichten und neue Informationen, um Pivotal Points zu bestimmen.  Tage mit neuen Nachrichten, die das Potenzial haben, das Angebot- und Nachfrageverhalten eines Marktes über Nacht zu ändern, nenne ich Pivotal Points. Große Wendepunkte an den Märkten werden eigentlich immer von bedeutsamen Nachrichten begleitet. Das macht Sinn, denn nur wenn viele Menschen auf einmal ihre Meinungen bezüglich eines Marktes überdenken, kann ein Trendwechsel stattfinden. Ein Pivotal Point sagt uns, dass genau jetzt mit einem guten Chance-Risiko-Verhältnis gehandelt werden kann, denn wenn der Pivotal Point nicht verteidigt werden kann, ist irgend etwas faul und man weiß sofort, dass man den Trade glattstellen muss.

Die aktuelle Situation im DAX aus Sicht der Pivotal Points

Der Reversal Pivotal Point im DAX wurde am 12. März markiert, als die US-Banken am Tag davor berichteten, in den ersten beiden Monaten des Jahres wieder Gewinne geschrieben zu haben. Das Crash wurde von den Banken ausgelöst und so war es nur konsequent, dass Nachrichten aus dem Bankensektor die Erholungsbewegung einleiten würden. Ich stelle dies nicht neunmalklug im Nachhinein fest, sondern ich habe diesen Pivotal Point auf den Tag genau erkennt. Lesen Sie hierzu auch meinen Eintrag im MasterTrader Blog am 11. März mit einem Kommentar zur Entwicklung der amerikanischen Märkte. Dieser Pivotal Point hat mir zu verstehen gegeben, dass ich jetzt in den Markt einsteigen muss. Seit diesem Tag trade ich konsequent auf der Longseite. Ein starker Trend wie der Haussemarkt, der seit etwa drei Monaten herrscht, wird nicht von heute auf morgen ein Ende finden. Es bedarf eines externen Grundes, eines bärischen Pivotal-Points, der derzeit noch nicht in Sichtweise ist. Schlechte Nachrichten werden positiv aufgenommen und das ist fast schon eine Garantie für weitere Kursgewinne in den nächsten Wochen.

Wie geht es nun weiter im DAX? Bis Ende des Jahres sind Kurse über 6000 Punkten möglich. Die Pleite von General Motors hat die Wirklichkeitsillusion der Crashpropheten und Pessimisten zerstört. Die Illusion bestand darin zu glauben, dass diese Krise anders sei als die Krisen zuvor. Der Untergang des Kapitalismus wurde in der Presse quasi täglich angekündigt. Ein solcher Untergangs-Glaube ist nicht angebracht. Die Kraft, die die Wirtschaft jedes Mal wieder aus dem Sumpf zieht, ist das kollektive Handeln jedes einzelnen Menschen, der in der Krise seine Ernsthaftigkeit und Arbeitsanstrengungen erhöht, um die eigene Situation zu verbessern. Diese menschliche Verhaltensweise garantiert, dass nach jeder Rezession zwangsläufig der nächste Boom eingeleitet wird.

Aus folgenden Gründen bin ich optimistisch für die weitere DAX-Entwicklung bis Jahresende! Natürlich wird zwischendrin ein sehr heftige Korrektur kommen, aber das wissen Sie ja selbst.
  • China und Indien entwicklen sich zu den neuen Wachstumslokomotiven der
    Weltwirtschaft. China wird 2009 etwa um 8% wachsen, Indien
    voraussichtlich um 6%. Globale deutsche Konzerne wie BASF oder Siemens
    werden immens von diesem Wachstum profitieren.
  • Die Geldmengenausweitung der FED tritt kurzfristige auf rigide
    Preisstrukturen. Mehr Geld bei gleichen Produktpreisen zieht einen
    Wachstumsschub nach sich.
  • Die kurzfristigen Zinsen sind extrem niedrig. Institutionelle
    Investoren können im Geldmarkt kaum noch Renditen erzielen. Blue Chips mit
    Dividendenrenditen von 6% wie E.ON sind die weitaus bessere Alternative.
  • Die jüngsten Konjunkturindikatoren zeigen ein Ende der Talfahrt -
    genau zum richtigen Zeitpunkt! Vermutlich werden große Unternehmen die
    Kurzarbeit bald wieder beenden können. Massenentlassungen bleiben uns
    somit erspart.
Fazit: Das Wissen um die Pivotal Points ist sehr mächtig. Vergessen Sie am besten die gesamte charttechnische Literatur, die in den letzten 20 Jahren geschrieben wurde. Lesen Sie lieber das Buch von Jesse aus dem Jahr 1940.

Artikel vom 27. September 2009

Das Zeitalter der Elektromobilität wird einen neuen Investitionsboom auslösen. Neue Allzeithochs im DAX stehen 2010 bevor!

Liebe Leser,

als Gegenentwurf zur neoklassischen oder keyensianischen Vorstellung von Konjunkturzyklen, die eine strikte Trennung von langfristigen Wachstum und kurzfristigen Konjunkturschwankungen dogmatisierte, versucht die in den 1980er Jahren von Prescott und Kydland entwickelte Real Business Cycle Theorie einen einheitlichen Theorierahmen zu bieten. Ihr zufolge sind Konjunkturschwankungen, bildlich gesprochen, das Ergebnis schneller technologischer Veränderungen, die sich über das Investitionsverhalten durch die gesamte Ökonomie fortpflanzen.

Diese Betrachtung von Konjunkturzyklen und wirtschaftlichem Wachstum hilft uns zu verstehen welche wirtschaftlichen Auswirkungen die Einführung von Elektroautos im kommenden Jahrzehnt haben wird. Bevor ich Ihnen meine Schlussfolgerung schildere, möchte ich Ihr Verständnis für die wirtschaftlichen Wachstumsprozesse durch ein brillantes Zitat von Joseph Schumpeter aus "Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie" schärfen.

"In der Tat und Wahrheit ist die kapitalistische Wirtschaft nicht stationär und kann es nicht sein. Auch dehnt sie sich nicht bloß in einer stetigen Art und Weise aus. Sie wird unaufhörlich von innen her durch neue Unternehmungen revolutioniert, das heißt durch die Einführung neuer Waren oder Produktionsmethoden oder neuer Handelsmöglichkeiten in die industrielle Struktur, wie sie in irgendeinem Augenblick existiert. Alle vorhandenen Strukturen und alle Geschäftsbedingungen sind stets in einem Prozess der Veränderung... Wirtschaftlicher Fortschritt bedeutet in der kapitalistischen Gesellschaft Aufruhr. Durch die Produktion von neuen Dingen oder durch die billigere Produktion von alten Dingen einzuheimsende Gewinnmöglichkeiten verwirklichen sich ständig und fordern neue Investitionen. Diese neuen Produkte und neue Methoden konkurrenzieren die alten Produkte und alten Methoden nicht zu gleichen Bedingungen, sondern mit einem entscheidenden Vorsprung, der für die letzteren den Tod bedeuten kann. Auf diese Weise geht der "Fortschritt" in der kapitalistischen Gesellschaft vor sich. Um zu vermeiden, dass sie unterboten wird, ist jede Unternehmung letzten Endes gezwungen, dasselbe zu tun, muss ihrerseits investieren und muss, um dies tun zu können, Teile ihrer Profite in den eigenen Betrieb wieder hineinstecken, das heißt: akkumulieren. So akkumulieren auch alle anderen. "

Kein Ökonom vor Schumpeter konnte die schöpferische Kraft des kapitalistischen Wachstumsprozess so scharfsinnig formulieren. Es gibt Bücher und Gedankengänge, die sich nach dem Lesen einer einzigen Seite fast schon wieder verflüchtigt haben. Aber dann gibt es Texte, die mit einer derartigen Brillanz und Genialität geschrieben wurden, dass sie das eigene Denken ein Leben lang prägen. Die Bücher von Schumpeter sind derartige Meisterwerke. Ich lese gerade das 1100 Seiten starke "Konjunkturzyklen". Jedes Kapitel besitzt die Kraft mein eigenes Denken zu ändern, neue Ideen und Auffassung zu entwickeln und mein Verständnis ökonomischer Sachverhalte durch das Ringen mit den Argumenten zu vertiefen.

Die bevorstehende Elektroauto-Revolution wird die Wirtschaft aus zweierlei Gründen prosperieren lassen.

Erstens bedeutet Elektromobilität einen ungemeinen Effizienz- und Produktivitätsgewinn für die westlichen Volkswirtschaften. Unter dem Einsatz weniger Ressourcen und geringerer Kosten werden PKWs und LKWs in Zukunft Personen und Waren transportieren können. Der Import von Rohöl wird drastisch zurückgehen und an dessen Stelle entsteht innerhalb unseres Landes eine komplett neue Wertschöpfungskette der Energiegewinnung und Energiespeicherung.

Zweitens, und dies ist das durchschlagende Argument, das ich bislang noch von keinem Bankhaus, in noch keiner Konjunkturanalyse und noch in keiner Zeitung gelesen habe, werden Elektroautos die gesamte ökonomische Struktur unseres Landes von innen heraus revolutionieren. Dieser Prozess des Wandels, der von der Bevölkerung ängstlich betrachtet und von der Politik unbedacht bekämpft wird, ist in die Quelle eines enorm starken Wachstumszyklus’ wie ihn die Wirtschaft seit Durchdringung der Informationstechnologie ab den 1990er Jahre nicht mehr erlebt hat. Um den Anschluss nicht zu verlieren und nicht Gefahr zu laufen von neuen, innovativen Unternehmungen verdrängt zu werden, müssen die etablierten Konzerne Milliarden von Euro in Forschung und neue Produktionsstrukturen investieren, um eine konkurrenzfähige technologische Basis für Elektroautos zu erlangen. Automobilzulieferer, die ihr Geld mit der Wertschöpfung rund um Verbrennungsmotoren verdienen, werden gezwungen sein, sich komplett neu zu erfinden. Chemiekonzerne liefern sich ein Wettrennen, um das effizienteste Verfahren zur Energiespeicherung. Dieser Prozess der Runderneuerung eines bedeutenden Anteils unserer gesamten industriellen Wertschöpfungskette wird eine Lawine von realwirtschaftlichen Investitionen ins Rollen bringen, die in letzter Konsequenz unserem Land Wachstum und Wohlstand bringen werden.

Die Investitionslawine ist bereits ins Rollen gekommen! Als Konsequenz für Aktienmärkte gibt es in meinen Augen nur eine Schlussfolgerung. 2010 wird der DAX ein neues Allzeithoch markieren. Es gibt aus makroökonomischer Perspektive überhaupt keine nennenswerten Störfeuer. Die Zinsen sind niedrig, die umlaufende Liquidität gewaltig und die Preise sind stabil. Von Inflationsdruck gibt es keine Spur. Man könnte sich – abgesehen von den politischen Entwicklungen - kaum ein besseres Umfeld wünschen. Ich weiß, dass ich hiermit eine andere Meinung als vermutlich 80% der Ökonomen einnehme, die täglich im Fernsehen und in der Zeitung Unsinn von sich geben. Es handelt sich hierbei, um eine Generation von Ökonomen, die sich mit Scheuklappen in einer Welt der mathematischen Modelle bewegen und die eigentlichen wirtschaftlichen Triebkräfte noch nie richtig verstanden haben, was nicht verwunderlich ist, denn das heutige Hochschulsystem lässt keine Zeit, um die großartigen Texte von Samuelson, Hayek oder Schumpeter aufmerksam zu studieren. Stattdessen fordern Systeme aus Differentialgleichungen die gesamte Aufmerksamkeit eines Studenten. Der viel bedeutsamere ökonomische Scharfsinn verkümmert schon in seinem Anfangsstadium.

Fazit: Der Eintritt in das Elektromobilitäts-Zeitalter wird die komplette industrielle Struktur in einen gewaltigen Anpassungsmechanismus zwingen, der eine extreme realwirtschaftliche Investitionslawine auslösen wird. Das Wirtschaftswachstum wird ab 2011 deutlich anziehen und die Aktienmärkte stehen vor einer Haussebewegung wie zu Beginn der 1990er Jahre. Diese Hausse bietet die Chance ungeahnte Vermögenszuwächse zu erzielen. Meine Vorgehensweise hierzu verfolgen Sie bitte im MasterTrader Premium-Blog.

Dow Jones im Big Picture

Der Siegeszug der Informationstechnologie, die sämtliche Sektoren der Wirtschaft durchdrang und für ein deutlichen Produktivitätssprung sorgte, verhalft den Aktienmärkten in den 1990er Jahren zu einem ungeahnten Höhenflug. Ähnliches erwartet uns im Jahrzehnt von 2010 bis 2020! Nach einer verlorenen Dekade werden nun für alle Börsianer, die sich durch zwei Jahrhundertcrahs nicht haben einschüchtern lassen, die Schmerzensgewinne verteilt.

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Das Bild des "Börsenspekulanten" wird im Volksmund meist mit negativen Assoziationen belegt. Dabei ist der Beruf des Spekulanten ein edler und gerechter Beruf. Der Spekulant ist ein Denker. Er beobachtet aus der Perspektive eines Falken die Entwicklungen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft und zieht daraus seine Schlussfolgerungen. Niemand verlangt von ihm Rechenschaft. "Das Geld, das man hat, verhilft uns zu Freiheit", sagt Rousseau. Für den Spekulanten ist es die Freiheit zu denken. Morgens beginnt der Tag für ihn auf seiner großzügig angelegten Veranda. Die frühmorgenliche Sonne ist für den Spekulanten der Startschuss  zu seinem spannenden Börsentag. Genüßlich schlürft er den ersten Kaffee und überfliegt die wichtigsten Tageszeitungen. Die Aktienkurse von morgen, sind die Zukunft von heute. Das große Geld verdient der Spekulant mit seiner Vision der zukünftigen Ereignisse!