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Der Börsenspekulant: Ihr Börsennewsletter

Erleben Sie die Börsen aus der Sichtweise eines professionellen Traders

Der TradeCentre Newsletter war 1998 einer der ersten Internet-Börsenbriefe und feierte große Erfolge. In den letzten Jahren haben mich viele Leser gebeten meine Gedanken zum Börsengeschehen in ähnlicher Form wieder zu veröffentlichen. Jetzt endlich erlaubt mir die Zeit wieder einen solchen wöchentlichen Börsen-Newsletter regelmäßig zu schreiben, um Sie an meiner Sichtweise der Dinge teilhaben zu lassen. Ich verknüpfe wirtschaftliche Hintergründe mit praktischen Trading-Ansätzen. So macht die Börse Spass und Sie verstehen die Kräfte, die die Märkte bewegen.

Viele Grüße Ihr Simon Betschinger

Artikel vom 09. März 2009

Der große Streit zwischen Monetaristen und Neokeynesianern

Liebe Leser,

Der S&P500 hat 55% seit seinem Hoch verloren – so viel wie noch nie in der Geschichte des Index – zurückgerechnet bis auf 1929. Die Medien lassen uns die freie Wahl wie wir zu Grunde gehen wollen. Entweder gibt es eine Hyperinflation mit anschließender Währungsreform oder die Welt versinkt in einer teuflischen Deflationsspirale wie in Japan. Eine zweite Weltwirtschaftskrise wie im Zeitraum 1929 bis 1933 mit Arbeitlosenquoten von über 30% wird immer häufiger als wahrscheinliche Entwicklung in den Raum geführt. Angesichts dieser tollen Aussichten möchte ich mich heute dem Thema Inflation und Geldmenge widmen.

Wie entsteht Inflation?

Darüber gibt es in der Zukunft der Ökonomen einen erbitterten Streit. Es ist der Streit der Monetaristen gegen die Neokeynesianer. Der Monetarismus geht auf Milton Friedman zurück. Friedman war überzeugt:  "inflation is always and everywhere a monetary phenomenon". Mittelfristig führt eine Erhöhung der Geldmenge zwangsläufig zu einem Anstieg der Preise. Die Theorie liefert damit eine direkte Verbindung zwischen Realwirtschaft und Geldpolitik, was Friedman zu der Schlussfolgerung veranlasste, dass die Zentralbanken die Geldmenge gleichmäßig und konstant ausweiten sollten.

Die Moneratisten feierten einen verfrühten Siegeszug

Der Monetarismus fand in den 1960er und 70er Jahren eine große Anhängerschaft. Es war eine Theorie, die jeder einfach nachvollziehen konnte. Stellen Sie sich eine einsame Insel mit einem kleinen Wirtschaftskreislauf vor, auf der etwa 100 Menschen leben. Auf der Insel gehen die Menschen einfachen Tätigkeiten nach. Es gibt Fischer, Bauern, Schreiner, Holzfäller, Bäcker und so weiter. Auf der Insel gibt es den "Inseleuro" als Zahlungsmittel. Da die Insel komplett von der Außenwelt isoliert ist, bleibt die Anzahl der Euros und damit die Geldmenge immer konstant. Was würde nun passieren, wenn durch eine Geldmengeausweitung (die Notenbank der Insel wirft die Druckerpresse an) plötzlich jeder einzelne dieser Menschen das doppelte Geld zur Verfügung hätte? Ganz einfach: Da die produzierten Gütermengen immer noch dieselben sind, würde das Geld an Wert verlieren. Ein Kilo Fisch würde nun den doppelten Preis kosten. Auf der Insel herrschte Inflation.

Auch die Bundesbank bekannte sich zum Monetarismus

Eine höhere Geldmenge bedeutet höhere Inflation. Friedman konnte das in einem mathematischen Modell beweisen und war in den 70er Jahren eine Art Popstar der Ökonomie, der die Wirtschafts- und Geldpolitik vieler Staaten prägte. Auch die deutsche Bundesbank verfolgte ab 1974 das Prinzip der Geldmengensteuerung. Nur leider fiel bald schon ein Schatten über den Monetarismus. Die Theorie schien mit der Wirklichkeit nicht ganz über einzustimmen und Friedmann hatte einen wichtigen Anpassungsmechanismus übersehen. Was passiert wenn Geld im Überfluss vorhanden ist? Entweder gibt es Inflation, oder der Preis des Geldes (das ist der Zins) fällt. Genau das erleben wir seit 10 Jahren in Japan. Die Geldmenge ist riesig, dennoch gibt es keine Inflation, dafür einen Zinssatz, der in der Nähe von Null pendelt.

Die Neukeynesianer starten zum Gegenangriff

Jetzt war der Zeitpunkt der Neokeynsianer gekommen. Darunter versteht man Ökonomen, die einerseits daran glauben, dass die gesamtwirtschaftliche Nachfrage durch den Staat in Krisenzeiten stabilisiert werden sollte, aber andererseits die klassischen Angebotspolitik nicht so verteufeln, wie Keynes es tat. Die Neokeynsianer hatten eine andere Vorstellung darüber wie das Preisniveau gebildet wird als die Monetaristen. Nicht die Geldmenge allein ist dafür verantwortlich, sondern im Wesentlichen das Verhalten der Wirtschaftsakteure. Unternehmen mit einer starken Marktstellung und ohne Konkurrenz werden die Preise für ihre Produkte tendenziell erhöhen, um ihren Gewinn zu maximieren. Gewerkschaften und Arbeitnehmer streben nach höheren Lohnabschlüssen, um ihre Einkommenssituation zu verbessern. Höhere Löhne führen zu steigenden Produktionskosten, die von den Unternehmen weitergegeben werden müssen. Folglich steigen die Preise für Güter und Dienstleistungen. In diesem Modell der Preisbildung kommt die Geldmenge zunächst überhaupt nicht vor. Das hat gewaltigen Auswirkungen auf die Art und Weise, wie Zentralbanken Geldpolitik betreiben sollten.

Zwei Ansätze der Zentralbanken zur Geldpolitik

Glaubt man den Monetaristen sollte die Notebank die Geldmenge etwas stärker ausweiten als die Wirtschaft wächst, so dass es zu einer leichten Inflation in der Größenordnung zwischen 1% und 2% kommt. Glaubt man hingegen den Neokeynsianern, sollte die Notebanken die Entwicklung von Inflation, Zinsen und Wirtschaftswachstum akribisch beobachten und daran ihre Zinsentscheidungen orientieren. Das geschieht weitgehend auf Basis der sogenannten "Taylor Rule". Wenn die Inflationsdaten beispielsweise deutlich über den Schätzungen der Notenbank liegen, wird sie die Zinsen erhöhen, um den Inflationsdruck abzumildern. Zinssteuerung bzw. Geldmengensteuerung sind zwei grundsätzlich verschiedene Vorgehensweisen. Heutzutage verwenden die wichtigsten Zentralbanken weltweit eine neokeynsianischen Ansatz.

Was bedeuten diese Erkenntnisse für die aktuelle Situation?

Die amerikanische Zentralbank FED weitete ihre Bilanzsumme in den letzten Monaten massiv aus, um stützend auf die Konjunktur einzuwirken. Diese Intervention dürfte langfristig zu einer deutlich höheren Geldmenge führen. Die Betonung liegt auf langfristig. Denn auch wenn die Geldbasis derzeit kräftig steigt, kann die Geldmenge zunächst sinken, weil die Banken ihre Kreditquoten massiv zurück fahren. Die Zentralbank kann direkt nur die Geldbasis kontrollieren und die Geldmenge nur indirekt über die Mindestreservesätze.

Die Angst vor einer starken Inflation ist momentan unbegründet. Die anderen Kräfte, die die Inflation niedrig halten, sind stärker. Erstens sorgt der harte internationale Wettbewerb dafür, dass Unternehmen die Preise nicht erhöhen können. Zweitens werden sich Gewerkschaften und Arbeitnehmer in der Wirtschaftskrise in Lohnverzicht üben. Und drittens verhindern die schrumpfenden Kreditvolumina, dass eine Ausweitung der Geldbasis zu einem starken Anstieg der Geldmenge führt.

Meine Schlussfolgerung: Kein zweites 1929!

Ich habe viele Argumente aufgeführt  warum die Intervention der Zentralbanken vermutlich zu keiner sonderlich großen Inflation führen wird. Das wirft einen neuen Blick auf die aktuelle Finanzkrise. Die FED kann weiterhin massiv intervenieren und den Banken ihre Schrottanleihen abkaufen – finanziert durch die Druckerpresse – ohne die Gefahr einer massiven Geldentwertung auf sich zu nehmen. Für diese These spricht auch der steigende Dollar, der gegenüber dem Euro Woche für Woche an Wert gewinnt. Plötzlich wird das Finanzsystem wieder funktionieren und dann reiben sich alle verwundert die Augen. In jeder Krise gelangen die Menschen zu der Überzeugung, dass es diesmal anders sei als während der ganzen Krisen zuvor. Diesmal sei wirklich alles schlecht, diesmal sei der Untergang nur eine Frage der Zeit.

Im Grunde genommen stehen wir heutzutage viel besser da als zum Zeitpunkt der Weltwirtschaftskrise 1929 bis 1933. Damals war die amerikanische Notenbank noch an den Goldstandard gebunden. Das Bankensystem konnte nicht stabilisiert werden und letztendlich kollabierte das gesamte Finanzwesen. Heute, im Jahr 2009 ist die reine Bankenkrise vermutlich in ihrer globalen Tragweite noch heftiger als 1929, aber ein kompletter Kollaps des Bankensystems kann durch die Zentralbanken verhindert werden. Unser Geldsystem schützt die Realwirtschaft in gewisser Weise vor den Schockwellen der Bankenkrise. Kein Bankkunde muss Angst um seine Bankeinlagen haben. Das ist der Unterschied zu 1929 und das bestärkt mich in dem Glauben, dass die Krise ein glimpfliches Ende ohne Massenarbeitslosigkeit nehmen wird. Die Rufe nach einem neuen Goldstandard, die immer lauter werden, sind auf mangelnde Kenntnis der Geschichte zurück zu führen.

Artikel vom 27. September 2009

Das Zeitalter der Elektromobilität wird einen neuen Investitionsboom auslösen. Neue Allzeithochs im DAX stehen 2010 bevor!

Liebe Leser,

als Gegenentwurf zur neoklassischen oder keyensianischen Vorstellung von Konjunkturzyklen, die eine strikte Trennung von langfristigen Wachstum und kurzfristigen Konjunkturschwankungen dogmatisierte, versucht die in den 1980er Jahren von Prescott und Kydland entwickelte Real Business Cycle Theorie einen einheitlichen Theorierahmen zu bieten. Ihr zufolge sind Konjunkturschwankungen, bildlich gesprochen, das Ergebnis schneller technologischer Veränderungen, die sich über das Investitionsverhalten durch die gesamte Ökonomie fortpflanzen.

Diese Betrachtung von Konjunkturzyklen und wirtschaftlichem Wachstum hilft uns zu verstehen welche wirtschaftlichen Auswirkungen die Einführung von Elektroautos im kommenden Jahrzehnt haben wird. Bevor ich Ihnen meine Schlussfolgerung schildere, möchte ich Ihr Verständnis für die wirtschaftlichen Wachstumsprozesse durch ein brillantes Zitat von Joseph Schumpeter aus "Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie" schärfen.

"In der Tat und Wahrheit ist die kapitalistische Wirtschaft nicht stationär und kann es nicht sein. Auch dehnt sie sich nicht bloß in einer stetigen Art und Weise aus. Sie wird unaufhörlich von innen her durch neue Unternehmungen revolutioniert, das heißt durch die Einführung neuer Waren oder Produktionsmethoden oder neuer Handelsmöglichkeiten in die industrielle Struktur, wie sie in irgendeinem Augenblick existiert. Alle vorhandenen Strukturen und alle Geschäftsbedingungen sind stets in einem Prozess der Veränderung... Wirtschaftlicher Fortschritt bedeutet in der kapitalistischen Gesellschaft Aufruhr. Durch die Produktion von neuen Dingen oder durch die billigere Produktion von alten Dingen einzuheimsende Gewinnmöglichkeiten verwirklichen sich ständig und fordern neue Investitionen. Diese neuen Produkte und neue Methoden konkurrenzieren die alten Produkte und alten Methoden nicht zu gleichen Bedingungen, sondern mit einem entscheidenden Vorsprung, der für die letzteren den Tod bedeuten kann. Auf diese Weise geht der "Fortschritt" in der kapitalistischen Gesellschaft vor sich. Um zu vermeiden, dass sie unterboten wird, ist jede Unternehmung letzten Endes gezwungen, dasselbe zu tun, muss ihrerseits investieren und muss, um dies tun zu können, Teile ihrer Profite in den eigenen Betrieb wieder hineinstecken, das heißt: akkumulieren. So akkumulieren auch alle anderen. "

Kein Ökonom vor Schumpeter konnte die schöpferische Kraft des kapitalistischen Wachstumsprozess so scharfsinnig formulieren. Es gibt Bücher und Gedankengänge, die sich nach dem Lesen einer einzigen Seite fast schon wieder verflüchtigt haben. Aber dann gibt es Texte, die mit einer derartigen Brillanz und Genialität geschrieben wurden, dass sie das eigene Denken ein Leben lang prägen. Die Bücher von Schumpeter sind derartige Meisterwerke. Ich lese gerade das 1100 Seiten starke "Konjunkturzyklen". Jedes Kapitel besitzt die Kraft mein eigenes Denken zu ändern, neue Ideen und Auffassung zu entwickeln und mein Verständnis ökonomischer Sachverhalte durch das Ringen mit den Argumenten zu vertiefen.

Die bevorstehende Elektroauto-Revolution wird die Wirtschaft aus zweierlei Gründen prosperieren lassen.

Erstens bedeutet Elektromobilität einen ungemeinen Effizienz- und Produktivitätsgewinn für die westlichen Volkswirtschaften. Unter dem Einsatz weniger Ressourcen und geringerer Kosten werden PKWs und LKWs in Zukunft Personen und Waren transportieren können. Der Import von Rohöl wird drastisch zurückgehen und an dessen Stelle entsteht innerhalb unseres Landes eine komplett neue Wertschöpfungskette der Energiegewinnung und Energiespeicherung.

Zweitens, und dies ist das durchschlagende Argument, das ich bislang noch von keinem Bankhaus, in noch keiner Konjunkturanalyse und noch in keiner Zeitung gelesen habe, werden Elektroautos die gesamte ökonomische Struktur unseres Landes von innen heraus revolutionieren. Dieser Prozess des Wandels, der von der Bevölkerung ängstlich betrachtet und von der Politik unbedacht bekämpft wird, ist in die Quelle eines enorm starken Wachstumszyklus’ wie ihn die Wirtschaft seit Durchdringung der Informationstechnologie ab den 1990er Jahre nicht mehr erlebt hat. Um den Anschluss nicht zu verlieren und nicht Gefahr zu laufen von neuen, innovativen Unternehmungen verdrängt zu werden, müssen die etablierten Konzerne Milliarden von Euro in Forschung und neue Produktionsstrukturen investieren, um eine konkurrenzfähige technologische Basis für Elektroautos zu erlangen. Automobilzulieferer, die ihr Geld mit der Wertschöpfung rund um Verbrennungsmotoren verdienen, werden gezwungen sein, sich komplett neu zu erfinden. Chemiekonzerne liefern sich ein Wettrennen, um das effizienteste Verfahren zur Energiespeicherung. Dieser Prozess der Runderneuerung eines bedeutenden Anteils unserer gesamten industriellen Wertschöpfungskette wird eine Lawine von realwirtschaftlichen Investitionen ins Rollen bringen, die in letzter Konsequenz unserem Land Wachstum und Wohlstand bringen werden.

Die Investitionslawine ist bereits ins Rollen gekommen! Als Konsequenz für Aktienmärkte gibt es in meinen Augen nur eine Schlussfolgerung. 2010 wird der DAX ein neues Allzeithoch markieren. Es gibt aus makroökonomischer Perspektive überhaupt keine nennenswerten Störfeuer. Die Zinsen sind niedrig, die umlaufende Liquidität gewaltig und die Preise sind stabil. Von Inflationsdruck gibt es keine Spur. Man könnte sich – abgesehen von den politischen Entwicklungen - kaum ein besseres Umfeld wünschen. Ich weiß, dass ich hiermit eine andere Meinung als vermutlich 80% der Ökonomen einnehme, die täglich im Fernsehen und in der Zeitung Unsinn von sich geben. Es handelt sich hierbei, um eine Generation von Ökonomen, die sich mit Scheuklappen in einer Welt der mathematischen Modelle bewegen und die eigentlichen wirtschaftlichen Triebkräfte noch nie richtig verstanden haben, was nicht verwunderlich ist, denn das heutige Hochschulsystem lässt keine Zeit, um die großartigen Texte von Samuelson, Hayek oder Schumpeter aufmerksam zu studieren. Stattdessen fordern Systeme aus Differentialgleichungen die gesamte Aufmerksamkeit eines Studenten. Der viel bedeutsamere ökonomische Scharfsinn verkümmert schon in seinem Anfangsstadium.

Fazit: Der Eintritt in das Elektromobilitäts-Zeitalter wird die komplette industrielle Struktur in einen gewaltigen Anpassungsmechanismus zwingen, der eine extreme realwirtschaftliche Investitionslawine auslösen wird. Das Wirtschaftswachstum wird ab 2011 deutlich anziehen und die Aktienmärkte stehen vor einer Haussebewegung wie zu Beginn der 1990er Jahre. Diese Hausse bietet die Chance ungeahnte Vermögenszuwächse zu erzielen. Meine Vorgehensweise hierzu verfolgen Sie bitte im MasterTrader Premium-Blog.

Dow Jones im Big Picture

Der Siegeszug der Informationstechnologie, die sämtliche Sektoren der Wirtschaft durchdrang und für ein deutlichen Produktivitätssprung sorgte, verhalft den Aktienmärkten in den 1990er Jahren zu einem ungeahnten Höhenflug. Ähnliches erwartet uns im Jahrzehnt von 2010 bis 2020! Nach einer verlorenen Dekade werden nun für alle Börsianer, die sich durch zwei Jahrhundertcrahs nicht haben einschüchtern lassen, die Schmerzensgewinne verteilt.

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Das Bild des "Börsenspekulanten" wird im Volksmund meist mit negativen Assoziationen belegt. Dabei ist der Beruf des Spekulanten ein edler und gerechter Beruf. Der Spekulant ist ein Denker. Er beobachtet aus der Perspektive eines Falken die Entwicklungen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft und zieht daraus seine Schlussfolgerungen. Niemand verlangt von ihm Rechenschaft. "Das Geld, das man hat, verhilft uns zu Freiheit", sagt Rousseau. Für den Spekulanten ist es die Freiheit zu denken. Morgens beginnt der Tag für ihn auf seiner großzügig angelegten Veranda. Die frühmorgenliche Sonne ist für den Spekulanten der Startschuss  zu seinem spannenden Börsentag. Genüßlich schlürft er den ersten Kaffee und überfliegt die wichtigsten Tageszeitungen. Die Aktienkurse von morgen, sind die Zukunft von heute. Das große Geld verdient der Spekulant mit seiner Vision der zukünftigen Ereignisse!