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Der Börsenspekulant: Ihr Börsennewsletter

Erleben Sie die Börsen aus der Sichtweise eines professionellen Traders

Der TradeCentre Newsletter war 1998 einer der ersten Internet-Börsenbriefe und feierte große Erfolge. In den letzten Jahren haben mich viele Leser gebeten meine Gedanken zum Börsengeschehen in ähnlicher Form wieder zu veröffentlichen. Jetzt endlich erlaubt mir die Zeit wieder einen solchen wöchentlichen Börsen-Newsletter regelmäßig zu schreiben, um Sie an meiner Sichtweise der Dinge teilhaben zu lassen. Ich verknüpfe wirtschaftliche Hintergründe mit praktischen Trading-Ansätzen. So macht die Börse Spass und Sie verstehen die Kräfte, die die Märkte bewegen.

Viele Grüße Ihr Simon Betschinger

Artikel vom 23. Februar 2009

Wie wird man eigentlich Starhändler einer großen Bank?

Liebe Leser,

ich kann meine Schadenfreude nicht verbergen. Der Starhändler der Deutschen Bank, Boaz Weinstein, hat allein im vierten Quartal 2008 rund 1 Milliarden Euro verzockt. Mitleid ist nicht angebracht. Die Banken sind selbst Schuld wenn sie einzelnen Personen so viele Milliarden anvertrauen, um damit zu spekulieren.

Wie wird man eigentlich Star-Händler? Mit viel Glück und Skrupellosigkeit. An der Börse besteht das Problem, dass Leistung nur sehr schwer gemessen werden kann. Der Zufallsfaktor spielt eine viel größere Rolle als sich die meisten Investmentprofis eingestehen wollen. Wenn bei der Deutschen Bank 100 Nachwuchsbroker mit dem Handel beginnen, werden mindestens etwa 20 davon sehr gute Ergebnisse präsentieren. Das entspricht einem gängigen Zufallsmuster, das auch erzeugt wird, wenn Affen mit Dartpfeilen auf den Kursteil einer Zeitung werfen und die getroffenen Wertpapiere dann gekauft werden.

Auf die Idee, dass hinter der guten Rendite der 20 Nachwuchsbroker nur Zufall stehen könnte, kommt in den Bankengremien offenbar niemand. Von diesen 20 Erfolgsbrokern schaffen im kommenden Jahr wiederum 10 eine grandiose Performance und jetzt wird es gefährlich. Nachdem der zufällige Selektionsprozess abgeschlossen ist, wurde ein neuer Starhändler geboren, der auf einmal mit Milliarden von Euro auf Kosten der Bank spekulieren darf. Nassim Taleb bezeichnete diese erfolgsverwöhnten Jungshändler als "Narren des Zufalls". Diese Jungs halten sich für wahnsinnig intelligent und unfehlbar, dabei waren sie nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Als ob das nicht schon Wahnsinn genug wäre, wird die Geschichte jetzt erst richtig heikel.  Da sitzt also ein junger Mensch, der sich für unfehlbar hält, im Handelsraum einer Bank und wird prozentual an der Performance beteiligt, die er erzielt. Stellen Sie sich einmal vor ich würde Ihnen morgen 100.000€ überweisen mit dem Versprechen, dass Sie ein Jahr mit diesem Geld frei nach Lust und Laune handeln können. Am Ende des Jahres dürfen Sie die Hälfte des erzielten Gewinns behalten. Ich wäre dumm, so etwas zu tun, denn hier liegt eine asymetrische Verteilung von Risiko und Ertrag vor. Sie hätten null Risiko, denn Sie spekulieren mit meinem Geld, aber ein sehr hohes Gewinnpotenzial. Es ist klar wie Sie vorgehen würden. Sie würden volles Risiko gehen und wenn Sie Anfang Dezember immer noch keine hohe Rendite erwirtschaftet hätten, würden Sie auf hochriskante Derivate-Spekulationen umsatteln.

So bescheuert dieses Boni-System auch klingen mag, traurig wird es wenn man weiß, dass es genau so in vielen Banken praktiziert wurde und immer noch wird. Einzelne Leute bekommen die Möglichkeit extrem viel zu verdienen, ohne dafür Risiken eingehen zu müssen. Die grundlegende Regel der Finanzmärkte, die hohe Ertragswahrscheinlichkeiten unweigerlich an ein hohes Risiko knüpft, ist aus den Angeln gehoben.

Wer ist Schuld daran, dass so etwas passiert? Ich habe darauf eine klare Antwort und ich wundere mich, dass in der politischen Diskussion nicht schon längst darüber debattiert wird. Das Problem ist, dass die Eigentümer von großen Aktiengesellschaften quasi keine Kontrollgewalt und keine Aufsichtsmöglichkeiten über ihr Unternehmen haben. Das bestehende Kontrollsystem mit Aufsichtsräten und Vorstand hat sich als vollkommen untauglich erwiesen. Wenn Aufsichtsrat und Vorstand miteinander Golf spielen gehen und sich ohnehin schon seit 20 Jahren kennen, dann kann der Vorstand de fakto tun und lassen was er will.

Es ist kein Zufall, dass Aktiengesellschaft, die mehrheitlich von den Eigentümerfamilien geführt werden, eine höhere Eigenkapitalausstattung mitbringen und die Geschäftspolitik auf langfristige Wachstumsziele ausgerichtet ist. Wenn ein einzelner Großaktionär auf der HV die Aufsichtsräte weitgehend selbst bestimmen kann, dann kann er damit auch aktiv Einfluss auf die Geschäftspolitik nehmen. Bei einem Unternehmen wie Daimler, wo die Aktienpakete über zig Tausende kleinerer Aktionäre verteilt sind, ist es für die Eigentümer unmöglich gezielt Einfluss auf die Unternehmensführung zu nehmen. Glauben Sie auch nur ein einziger Kleinaktionär hätte für den ehemaligen Vorstand Jürgen Schrempp gigantische Aktienoptionspakete durchgewunken? Natürlich nicht.

Die Lösung liegt damit auf der Hand. Die Rechte der Aktionäre müssen demokratisiert werden. Über wichtige Punkte wie Bonisysteme und Vorstandsvergütungen sollte per elektronischer Stimmabgabe entschieden werden. Verschiedene Unternehmensvertreter schlagen Vergütungsstrukturen und Gehaltsobergrenzen vor und aus diesen Vorschlägen können die Aktionäre, also die Eigentümer, direkt abstimmen. Ich glaube mit einer solchen Gesetzesänderung wären vieler der Probleme ganz schnell gelöst. Wenn die Eigentümer entscheiden, dass ein einzelner Mitarbeiter auf keinen Fall mehr als 2 Millionen Euro verdienen darf, dann wären viele Banken mit Sicherheit solider aufgestellt als sie es heute sind.

Das Buch "Narren des Zufalls" von Nassim Taleb kann ich Ihnen übrigens wärmstens empfehlen. Ich zitiere aus dem Klappentext.

"Viele Menschen führen ihren Erfolg nur auf ihre clevere Strategie, ihre Intelligenz oder ihr Können zurück. Und wenn die Börse gerade boomt, sind die Talkshows voll mit diesen Leuten, die ihre Erfolgsrezepte an andere weitergeben.

Der Finanzexperte Nassim Nicholas Taleb ist der Meinung, dass es oft nicht Intelligenz oder gezielte Strategien sind, die den Erfolg am Finanzmarkt ausmachen. Oft sind es reines Glück und der der Zufall, die fälschlicherweise für Geschick gehalten werden. Denn die Börse ist wie russisches Roulete, und die, die Glück hatten, findet man in den Talkshows wieder, die, die Pech hatten, sind unsichtbar.

Taleb zeigt, dass wir dazu tendieren, nur die Erfolge zu sehen und Misserfolge auszublenden sowie der Schwäche nicht widerstehen können, Zusammenhänge da zu suchen, wo gar keine sind oder nicht existente Botschaften in zufälligen Ereignisse hineinzulesen. Er zeigt ebenfalls, wie man den richtigen Methoden das Risiko des Misserfolgs minimieren kann."

Artikel vom 27. September 2009

Das Zeitalter der Elektromobilität wird einen neuen Investitionsboom auslösen. Neue Allzeithochs im DAX stehen 2010 bevor!

Liebe Leser,

als Gegenentwurf zur neoklassischen oder keyensianischen Vorstellung von Konjunkturzyklen, die eine strikte Trennung von langfristigen Wachstum und kurzfristigen Konjunkturschwankungen dogmatisierte, versucht die in den 1980er Jahren von Prescott und Kydland entwickelte Real Business Cycle Theorie einen einheitlichen Theorierahmen zu bieten. Ihr zufolge sind Konjunkturschwankungen, bildlich gesprochen, das Ergebnis schneller technologischer Veränderungen, die sich über das Investitionsverhalten durch die gesamte Ökonomie fortpflanzen.

Diese Betrachtung von Konjunkturzyklen und wirtschaftlichem Wachstum hilft uns zu verstehen welche wirtschaftlichen Auswirkungen die Einführung von Elektroautos im kommenden Jahrzehnt haben wird. Bevor ich Ihnen meine Schlussfolgerung schildere, möchte ich Ihr Verständnis für die wirtschaftlichen Wachstumsprozesse durch ein brillantes Zitat von Joseph Schumpeter aus "Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie" schärfen.

"In der Tat und Wahrheit ist die kapitalistische Wirtschaft nicht stationär und kann es nicht sein. Auch dehnt sie sich nicht bloß in einer stetigen Art und Weise aus. Sie wird unaufhörlich von innen her durch neue Unternehmungen revolutioniert, das heißt durch die Einführung neuer Waren oder Produktionsmethoden oder neuer Handelsmöglichkeiten in die industrielle Struktur, wie sie in irgendeinem Augenblick existiert. Alle vorhandenen Strukturen und alle Geschäftsbedingungen sind stets in einem Prozess der Veränderung... Wirtschaftlicher Fortschritt bedeutet in der kapitalistischen Gesellschaft Aufruhr. Durch die Produktion von neuen Dingen oder durch die billigere Produktion von alten Dingen einzuheimsende Gewinnmöglichkeiten verwirklichen sich ständig und fordern neue Investitionen. Diese neuen Produkte und neue Methoden konkurrenzieren die alten Produkte und alten Methoden nicht zu gleichen Bedingungen, sondern mit einem entscheidenden Vorsprung, der für die letzteren den Tod bedeuten kann. Auf diese Weise geht der "Fortschritt" in der kapitalistischen Gesellschaft vor sich. Um zu vermeiden, dass sie unterboten wird, ist jede Unternehmung letzten Endes gezwungen, dasselbe zu tun, muss ihrerseits investieren und muss, um dies tun zu können, Teile ihrer Profite in den eigenen Betrieb wieder hineinstecken, das heißt: akkumulieren. So akkumulieren auch alle anderen. "

Kein Ökonom vor Schumpeter konnte die schöpferische Kraft des kapitalistischen Wachstumsprozess so scharfsinnig formulieren. Es gibt Bücher und Gedankengänge, die sich nach dem Lesen einer einzigen Seite fast schon wieder verflüchtigt haben. Aber dann gibt es Texte, die mit einer derartigen Brillanz und Genialität geschrieben wurden, dass sie das eigene Denken ein Leben lang prägen. Die Bücher von Schumpeter sind derartige Meisterwerke. Ich lese gerade das 1100 Seiten starke "Konjunkturzyklen". Jedes Kapitel besitzt die Kraft mein eigenes Denken zu ändern, neue Ideen und Auffassung zu entwickeln und mein Verständnis ökonomischer Sachverhalte durch das Ringen mit den Argumenten zu vertiefen.

Die bevorstehende Elektroauto-Revolution wird die Wirtschaft aus zweierlei Gründen prosperieren lassen.

Erstens bedeutet Elektromobilität einen ungemeinen Effizienz- und Produktivitätsgewinn für die westlichen Volkswirtschaften. Unter dem Einsatz weniger Ressourcen und geringerer Kosten werden PKWs und LKWs in Zukunft Personen und Waren transportieren können. Der Import von Rohöl wird drastisch zurückgehen und an dessen Stelle entsteht innerhalb unseres Landes eine komplett neue Wertschöpfungskette der Energiegewinnung und Energiespeicherung.

Zweitens, und dies ist das durchschlagende Argument, das ich bislang noch von keinem Bankhaus, in noch keiner Konjunkturanalyse und noch in keiner Zeitung gelesen habe, werden Elektroautos die gesamte ökonomische Struktur unseres Landes von innen heraus revolutionieren. Dieser Prozess des Wandels, der von der Bevölkerung ängstlich betrachtet und von der Politik unbedacht bekämpft wird, ist in die Quelle eines enorm starken Wachstumszyklus’ wie ihn die Wirtschaft seit Durchdringung der Informationstechnologie ab den 1990er Jahre nicht mehr erlebt hat. Um den Anschluss nicht zu verlieren und nicht Gefahr zu laufen von neuen, innovativen Unternehmungen verdrängt zu werden, müssen die etablierten Konzerne Milliarden von Euro in Forschung und neue Produktionsstrukturen investieren, um eine konkurrenzfähige technologische Basis für Elektroautos zu erlangen. Automobilzulieferer, die ihr Geld mit der Wertschöpfung rund um Verbrennungsmotoren verdienen, werden gezwungen sein, sich komplett neu zu erfinden. Chemiekonzerne liefern sich ein Wettrennen, um das effizienteste Verfahren zur Energiespeicherung. Dieser Prozess der Runderneuerung eines bedeutenden Anteils unserer gesamten industriellen Wertschöpfungskette wird eine Lawine von realwirtschaftlichen Investitionen ins Rollen bringen, die in letzter Konsequenz unserem Land Wachstum und Wohlstand bringen werden.

Die Investitionslawine ist bereits ins Rollen gekommen! Als Konsequenz für Aktienmärkte gibt es in meinen Augen nur eine Schlussfolgerung. 2010 wird der DAX ein neues Allzeithoch markieren. Es gibt aus makroökonomischer Perspektive überhaupt keine nennenswerten Störfeuer. Die Zinsen sind niedrig, die umlaufende Liquidität gewaltig und die Preise sind stabil. Von Inflationsdruck gibt es keine Spur. Man könnte sich – abgesehen von den politischen Entwicklungen - kaum ein besseres Umfeld wünschen. Ich weiß, dass ich hiermit eine andere Meinung als vermutlich 80% der Ökonomen einnehme, die täglich im Fernsehen und in der Zeitung Unsinn von sich geben. Es handelt sich hierbei, um eine Generation von Ökonomen, die sich mit Scheuklappen in einer Welt der mathematischen Modelle bewegen und die eigentlichen wirtschaftlichen Triebkräfte noch nie richtig verstanden haben, was nicht verwunderlich ist, denn das heutige Hochschulsystem lässt keine Zeit, um die großartigen Texte von Samuelson, Hayek oder Schumpeter aufmerksam zu studieren. Stattdessen fordern Systeme aus Differentialgleichungen die gesamte Aufmerksamkeit eines Studenten. Der viel bedeutsamere ökonomische Scharfsinn verkümmert schon in seinem Anfangsstadium.

Fazit: Der Eintritt in das Elektromobilitäts-Zeitalter wird die komplette industrielle Struktur in einen gewaltigen Anpassungsmechanismus zwingen, der eine extreme realwirtschaftliche Investitionslawine auslösen wird. Das Wirtschaftswachstum wird ab 2011 deutlich anziehen und die Aktienmärkte stehen vor einer Haussebewegung wie zu Beginn der 1990er Jahre. Diese Hausse bietet die Chance ungeahnte Vermögenszuwächse zu erzielen. Meine Vorgehensweise hierzu verfolgen Sie bitte im MasterTrader Premium-Blog.

Dow Jones im Big Picture

Der Siegeszug der Informationstechnologie, die sämtliche Sektoren der Wirtschaft durchdrang und für ein deutlichen Produktivitätssprung sorgte, verhalft den Aktienmärkten in den 1990er Jahren zu einem ungeahnten Höhenflug. Ähnliches erwartet uns im Jahrzehnt von 2010 bis 2020! Nach einer verlorenen Dekade werden nun für alle Börsianer, die sich durch zwei Jahrhundertcrahs nicht haben einschüchtern lassen, die Schmerzensgewinne verteilt.

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Das Bild des "Börsenspekulanten" wird im Volksmund meist mit negativen Assoziationen belegt. Dabei ist der Beruf des Spekulanten ein edler und gerechter Beruf. Der Spekulant ist ein Denker. Er beobachtet aus der Perspektive eines Falken die Entwicklungen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft und zieht daraus seine Schlussfolgerungen. Niemand verlangt von ihm Rechenschaft. "Das Geld, das man hat, verhilft uns zu Freiheit", sagt Rousseau. Für den Spekulanten ist es die Freiheit zu denken. Morgens beginnt der Tag für ihn auf seiner großzügig angelegten Veranda. Die frühmorgenliche Sonne ist für den Spekulanten der Startschuss  zu seinem spannenden Börsentag. Genüßlich schlürft er den ersten Kaffee und überfliegt die wichtigsten Tageszeitungen. Die Aktienkurse von morgen, sind die Zukunft von heute. Das große Geld verdient der Spekulant mit seiner Vision der zukünftigen Ereignisse!