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Staatsfinanzierung über die Druckerpresse. Die USA machen es vor.

Liebe Leser,

in den USA läuft die Seigniorage auf Hochtouren. Darunter versteht man die Erträge, die der Staat durch die Vergabe seines Notenbankmonopols einnehmen kann. Die amerikanische Notenbank FED steigerte ihren Gewinn im vergangenen Jahr auf 80,9 Milliarden Dollar und überweist davon direkt 78,4 Milliarden Dollar an das amerikanische Finanzministerium. Der FED-Gewinn entsteht zum Beispiel durch die Zinsen amerikanischer Staatsanleihen, die die Zentralbank zur Stützung der Konjunktur in ihre Bilanz genommen hat. Konkret formuliert finanziert die FED den amerikanischen Staat damit durch die Druckerpresse. Und das ist in der jetzigen Zeit gut so. Alles andere wäre gemeingefährlich und man müsste die FED auf unterlassene Hilfeleistung verklagen, wenn sie keine Staatsanleihen aufkaufen würde.

In den letzten 40 Jahren hat die amerikanische Notenbank defakto eine monetaristische Geldpolitik - annähernd im Sinne Milton Friedmans - geführt. Die FED tat alles dafür, dass die Geldmenge im Jahr kontinuierlich um 5% wächst, oder genauer formuliert, zwei Prozent stärker als das reale BIP. Wenn die reale Wirtschaftsleistung per anno um 3% steigt, wird somit das Inflationsziel von 2% genau erreicht. In den letzten beiden Jahren hat Ben Bernanke nichts anderes versucht, als an dieser Politik festzuhalten. Von Dezember 2008 bis Dezember 2010 stieg das Geldmengenaggregat M2 von 8.265 Milliarden auf 8.773 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem jährlichen Wachstum der Geldmenge in den letzten beiden Jahren um nur knapp 3%.

Wir haben in den letzten beiden Jahren einen Durchbruch ökonomischer Geldtheorie hautnah miterlebt. In den 1930er Jahren rutschte die USA aufgrund eines dilettantischen Verhaltens der Zentralbanken in die Weltwirtschaftskrise ab. In den 1970er Jahren erzeugte die FED Inflation, weil sie das verminderte Produktionspotenzial aufgrund des Ölmangels nicht erkannte. In den Jahren nach 2008 - so wird es die Geschichtsschreibung einmal erkennen -  verhinderte die FED eine weitere Weltwirtschaftskrise, weil sie entschlossen und gegen alle Kritik eine moderate Geldmengenausweitung aufrecht erhielt. Geldmengenausweitung in Niedrigzinsphasen ist fast nur durch den Aufkauf von Staatsanleihen zu bewerkstelligen. Ben Bernanke macht alles richtig!

Viel Erfolg wünscht
Simon Betschinger
27.01.2013
Der neue TradeCentre Börsenbrief
Liebe Leser,

als ich TradeCentre im Jahr 1999 gründete, gehörte der Börsenbrief zu den ersten Online-Publikationen im Bereich Börse. Den Börsenbrief im PDF-Format gibt es seit Volker Glaser dann im Jahr 2001 zu TradeCentre dazu stieß. Mittlerweile ist eine lange Zeit vergangen. Vor 13 Jahren genossen Banken und ihre Berater noch ein sehr hohes Ansehen. Lebensversicherungen waren aufgrund ihrer hohen Rendite ein willkommenes Anlageprodukt. Dank der hohen nominalen Zinssätze konnte sich die Finanzbranche mit dem Verkauf eines Finanzprodukts hohe Provisionen einstreichen und die Kunden akzeptierten das - teils aus Unwissenheit.

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27.12.2012
Der Sozialismus bedroht Europa!
Liebe Leser,

Amerika steht vor einem neuen industriellen Boom, Europa steht vor einer Phase der Deindustrialisierung. Die viel günstigeren Energiepreise in den USA sind ein immenser Standortvorteil für die Vereinigten Staaten. Aber viel gefährlicher für die Zukunft Europas ist der Standortnachteil, den sich die Bürger Europas gerade selbst erschaffen. Der Sozialismus kehrt zurück! In Frankreich wandert er gerade mit seiner hässlichsten Fratze durch die Boulevardpresse. Gérard Depardieu zieht nach Belgien, in ein kleines Dorf names Néchin und wird dafür beschimpft wie ein Schwerverbrecher und Mörder.
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19.10.2012
Warum Wachstum im Kapitalismus unvermeidbar ist!
Liebe Leser,

dem Titelblatt der aktuellen Wochenend-Ausgabe des Handelsblatts konnte ich nicht widerstehen: "Die wichtigsten 50 Wirtschaftsbücher". Mit einem Klick war die Ausgabe gekauft und landete auf meinem iPad. Ich begann aufmerksam zu lesen. Auch ein Interview mit Tomas Sedlacek ist abgedruckt. Sedlacek erhielt für sein Buch "Die Ökonomie von Gut und Böse" den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2012. Im Interview sagt er: "Wir sind völlig auf Wachstum fokussiert und haben ihm alles geopfert, inklusive der Stabilität. Wachstum ist das größte Gut. Wir haben in den letzten Jahren in Europa und in Amerika Wachstum gekauft und Stabilität verkauft... Wir haben ein System geschaffen, das kollabiert, wenn es nicht wächst. Das ist wie ein Auto, das explodiert, wenn es stehen bleibt."

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18.09.2012
Die Notenbanken werfen die Druckerpresse an. Das ist derzeit der richtige Lösungsansatz!
Liebe Leser,

John Law, der Erfinder des modernen Papiergeldes, konnte mit seiner neuen Erfindung, der Gelddruckmaschine, noch nicht so richtig umgehen. Um die 1719 galt John Law als reichster Mensch der Welt. Joseph Schumpeter bezeichnete ihn als ersten Geldtheoretiker und in der Tat hatte der gebürtige Schotte als einer der Ersten begriffen, dass Geldpolitik maßgeblichen Einfluss auf den allgemeinen Wohlstand nehmen kann. Law erkannte, dass Edelmetalle wie Gold und Silber keine geeigneten Zahlungsmittel darstellen, da diese nur beschränkt im Umlauf seien. Aber mehr Geld wäre in der Lage, die Produktion der Manufakturen auszuweiten.
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27.08.2012
Über die französische Reichensteuer und die Zukunft Europas!
Liebe Leser,

in Frankreich will Hollande die Reichensteuer einführen, Einkünfte über 1 Million Euro sollen mit 75% versteuert werden. Geldverdienen wird als etwas Schlechtes stigmatisiert. Einkommensmillionäre werden, so ist die Aussage der Regierung, ausfindig gemacht und zwangsenteignet. Eine 75%ige Steuerquote hat mit dem Solidaritätsgedanken nichts mehr zu tun, sie steht für den moralischen Verfall der französischen Gesellschaft, die außerordentliche wirtschaftliche Leistungen nicht mehr würdigen kann. Die Franzosen haben offenbar vergessen welche Bedeutung große Unternehmerpersönlichkeiten für das Wirtschaftswachstum haben. Der Staat gründet keine Firmen, die hunderte von Arbeitsplätzen schaffen, Der Staat sollte Menschen unterstützen, die die Fähigkeit dazu haben. Wenn er sie vertreibt, dann geht es allen schlechter. Diese Verseuchung der Gedanken mit sozialistischen Idealen ist eine viel größere Gefahr für Europa als die Schuldenkrise, die mit der richtigen Politik absolut beherrschbar ist.

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07.08.2012
Boom - der DAX geht durch die Decke!
Liebe Leser,

boom, der DAX geht durch die Decke! Vor lauter Krisengerede in Europa haben wie die boomende Weltwirtschaft ein wenig aus den Augen verloren. Die Zahlen der Deutschen Post AG zeigen es ganz deutlich: Wie viel Geld deutsche Konzerne verdienen, hängt nur unwesentlich von den Konjunkturen in Italien oder Spanien ab. Dass der Umsatz in Resteuropa schrumpfte, spielte für das Gesamtergebnis der Deutschen Post nur noch eine untergeordnete Rolle. In der Region Asien/Pazifik konnte der Umsatz um 15% zulegen. Das wirtschaftliche Umfeld - für internationale deutsche Großkonzerne wohlgemerkt - ist also nicht so schlecht wie die Stimmung. Was dann passiert, wenn unter den Börsianern eine Funke Hoffnung erwacht, dass die Schuldenkrise unter Kontrolle gebracht werden könnte, hat der DAX in den letzten 10 Handelstagen vorgemacht.

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23.07.2012
Spanien ist defakto Brankrott, dennoch: Pessimistische Grundhaltung könnte sich als falsch entpuppen!
Liebe Leser,

meine letzte Analyse, dass der ESM ohne Unterstützung der EZB ein zahnloser Tiger ist, hat sich leider allzu schnell bewahrheitet. Der spanische Anleihemarkt stürzt weiter ab. 7,5% beträgt heute (Montag) die Verzinsung zehnjähriger Schuldtitel. Ein Niveau, auf dem sich Spanien nicht mehr alleine gesund sanieren kann, ganz gleich welche Sparpakete verabschiedet werden. Im Gegenteil: Jedes Sparpaket treibt das Land tiefer in die Rezession und erhöht die Arbeitslosigkeit. Das Prinzip vom keynesianischen Sparen ist unserer heutigen Politikergeneration nicht mehr bekannt. Die Menschheit verfügt über die Technologie und das Wissen, diese Schuldenkrise zu lösen, aber nicht über die richtigen Führungspersönlichkeiten, die in der Lage sind, die Situation richtig einzusortieren. Spanien ist Konkurs, genau so wie Griechenland und nur noch die EZB kann die Anleihemärkte nachhaltig stabilisieren. Je länger Mario Draghi wartet, desto größer ist der Schaden, der bis dahin angerichtet wurde.

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09.07.2012
EZB-Kritik: Zinssenkungen bringen nichts. Wir brauchen Lösungen zur ESM-Kapitalisierung!
Liebe Leser,

EZB-Chef Mario Draghi hat den Ernst der Lage offenbar nicht verstanden, ich bezweifle mittlerweile sogar, dass er das Problem der Liquiditätsfalle begriffen hat. In einem etwa 80 Jahre alten Buch steht geschrieben, dass in wirtschaftlichen Depressions-zeiten neue Investitionsprojekte eine derart niedrige Ertragserwartung versprechen , dass "keine irgendwie durchführbare Senkung des Zinssatzes" ein nennenswertes Investitionsvolumen auslösen kann. Nur durch eine "Rückkehr des Vertrauens" und eine positive Perspektive in der Geschäftswelt kann die Investitionstätigkeit des Kapitals wiederbelebt werden. Ich sollte 1000 Exemplare von Keynes Meisterwerk kaufen und vor der EZB verteilen.

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23.06.2012
Krisenstabilisierung in Sicht. Wir erhöhen jetzt den Investitionsgrad!
Liebe Leser,

über fast vier Monate haben wird einen Cashbestand von 60% gehalten. Nächste Woche werden wir unsere Aktien-Investitionsquote im TradeCentre Musterdepot wieder erhöhen. Unser Depot ist seit Jahresanfang noch 9% im Plus. Wir haben die Börsenturbulenzen gut überstanden. Bei TradeCentre fahren wir eine aktive Anlagestrategie, das heißt wir arbeiten mit sehr weiten Stopp-Kursen und minimieren das Gesamtmarkt-Risiko über die Investitionsquote. Wenn die Aktie eines soliden Unternehmens zusammen mit dem Gesamtmarkt fällt, dann ist das nach unserer aktiven Anlagemethode in Ordnung und wir können in den fallenden Markt nach und nach den Cashbestand reduzieren und die Investitionsquote nach oben fahren. Wir kaufen marktführende Unternehmen, die in Krisenzeiten Marktanteile dazugewinnen und im neuen Aufschwung stärker dastehen als zuvor. Einschreiten müssen wir nur, wenn eine Aktie hohe relative Schwäche zeigt, was darauf hindeutet, dass es neben der allgemeinen Wirtschaftsabschwächung auch Probleme in dem Unternehmen selbst gibt.

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10.06.2012
Ein Aufschwung wäre ganz einfach möglich! USA 1939 bis 1945: Das Paradebeispiel keynesianischer Theorie!
Liebe Leser,
es gibt in Deutschland einen Überhang an Sparkapital wie noch nie zuvor in der Geschichte. Zweijährige Kredite bekommt Deutschland bereits zum Nulltarif. Selbst für dreißigjährige Schuldtitel bezahlt Deutschland nur noch 1,8% Zinsen. Einen Schreck bekam ich als ich am Freitag die Inflationserwartung des Marktes studierte, die sich aus der Differenz von gewöhnlichen Bonds und inflationsgeschützten Bonds ergibt. Die durchschnittliche jährliche Inflationserwartung in Deutschland ist auf 0,7% eingebrochen. Wir befinden uns in der sogenannten Liquiditätsfalle. Kein noch so niedriger Zinssatz ist in der Lage, die Investitionstätigkeit anzuregen. Das Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung hat einen Nullpunkt erreicht. Wenn die Mehrheit der Wirtschaftssubjekte ihre Sparquote erhöhen will oder muss, führt das in eine Rezessionsspirale. Die Logik der Vernünftigen und Gewissenhaften, die sagen wir alle müssen den Gürtel enger schnall, funktioniert gesamtwirtschaftlich nicht. Wenn eine ganze Nation spart, um ihre Schulden zu begleichen, steigt als Gesamteffekt die Schuldenlast noch stärker an. Es gibt nur einen Ausweg. Wenn die Privaten als Investoren und Nachfrager wegfallen, dann muss der Staat an ihre Stelle treten.

Im Wirtschaftsabschwung sollten wir alle Keynesianer sein. Alles andere funktioniert in von Schuldenrückzahlungen getriebenen Autodeflationsprozessen nicht. Die Immobilien-blasen in den USA und Spanien haben hochverschuldete Verbraucher und Banken zurückgelassen, die ihre gesamten Ressourcen der Schuldentilgung aufopfern müssen. Die Ausgaben schrumpfen und mit ihnen schrumpfen die Investitionen der Unternehmen, die eine skeptische Erwartungshaltung einnehmen.

Das wohl beste Beispiel in der Geschichte wie Keynesianismus funktioniert, bietet die Entwicklung der US-Wirtschaft während des zweiten Weltkrieges. 1939 war die Verschuldung der privaten Haushalte ähnlich wie heute sehr hoch und die US-Wirtschaft drohte in die Rezession zurückzufallen. Dann musste die USA ihre Industrie auf Kriegsproduktion hochfahren. Der Staat trat als massiver Nachfrager auf. Die Verschuldung der USA stieg von etwa 50% des BIP in 1939 auf 120% des BIP im Jahr 1945. Welchen Einfluss hatte dies auf die Wirtschaft? Die folgenden Zahlen klingen fast unglaubwürdig, sind jedoch Realität: Die Arbeitslosenquote der USA (% of Labor Force) sank von 14,6% in 1940 auf 1,9% in 1945%. Eine Vollbeschäftigung in diesem Ausmaß wurde nie wieder erreicht. Das BIP (nominal) erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 71%, die stärkste Wachstumsperiode in der US-Geschichte. In den Jahren des zweiten Weltkrieges hatten alle Amerikaner Arbeit und durch den Wirtschaftsboom bauten die Haushalte ihre Verschuldung ab. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges trat anstelle der Staatsausgaben ein Boom des privaten Konsums. Die US-Wirtschaft wuchs 1946,1948 und 1950 erneut mit Wachstumsraten von jährlich rund 9%. Der Verschuldungsgrad der USA reduzierte sich von 120 % in 1945 auf 60% in 1962.

Die Rahmenbedingungen heute stehen optimal, um einen Aufschwung wie von 1939 bis 1945 zu wiederholen. Die Rohstoffpreise sind im freien Fall, die Inflationsrate ist niedrig und die Arbeitslosigkeit ist hoch. Es spielt dabei auch keine Rolle, dass die Staatsverschuldung heute höher ist als 1939. Die Finanzierung von staatlichen Konjunkturprogramm kann in einer Schulden-, Deflationsspirale auch die Notenbank übernehmen und das sollte sie sogar. Wenn die Geschichtsbücher uns zeigen, welchen Effekt eine staatliche Nachfragepolitik in der Krise haben kann und wenn mit dem theoretischen Sachverständnis, das uns Keynes und andere Wirtschaftswissenschaftlicher hinterlassen haben, ein Werkzeug ausgearbeitet vorliegt, wie die Krise beendet werden kann, warum tun wir es dann einfach nicht? Weil Menschen an der Macht sind, die auf ihre Intelligenz vertrauen, aber im Bereich der Makroökonomie ungebildet sind und sich darum der Zwangsläufigkeit nicht bewusst sind, zu welchem zerstörerischen Ergebnis kollektives Sparen führt.

Viele Grüße
Simon Betschinger

PS: Meine Forderung nach einer Ausgabenpolitik stellt die Notwendigkeit von Reformen in vielen europäischen Ländern nicht in Frage. Es versteht sich von selbst, dass mit Konjunktur-programmen nicht eine frühere Rente mit 60 Jahren gemeint ist.
23.05.2012
Es läuft alles auf eine große Kaufparty hinaus.
Liebe Leser,

es läuft alles auf eine große Kaufparty hinaus. Wir werden sie nutzen. Unser Musterdepot liegt seit Jahresanfang noch 11% im Plus, wir haben rechtzeitig Cash aufgebaut. Das letzte, noch ausstehende Ereignis, bevor die Marktbereinigung abgeschlossen sein dürfte, ist der Griechenland-Bankrott. Hinter den Kulissen wird der Euro-Austritt von Griechenland offenbar vorbereitet, darauf deuten viele Kommentare hin. Wenn Griechenland fällt, dann werden die Bürgschaften für den Euro-Rettungsschirm fällig. Spanien und Italien werden Probleme haben diese Gelder zu finanzieren, deren Anleihemärkte werden höchstwahrscheinlich einbrechen und es ist davon auszugehen, dass am Aktienmarkt ein letzter Crash stattfinden wird. Dann müssen wir kaufen! Weil es wird dann rational betrachtet nur noch eine verbleibende Handlungsalternative geben. Die teilweise Monetarisierung der Staatsschulden von Italien und Spanien durch die EZB. Griechenland ist für den Euro-Raum verzichtbar, Spanien und Italien wird die EU-Komission auf Teufel komm raus verteidigen.

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22.04.2012
Das Märchengebilde über die Rating-Agenturen bricht in sich zusammen!
Liebe Leser,

das hatten sich die Herren in der EU-Komission so schön vorgestellt. Eine europäische Rating-Agentur würde den Schuldenstaaten gute Bonitäten ausstellen und schon könnten sich Spanien, Italien Griechenland und Co wieder zu günstigen Zinsen an den Märkten refinanzieren. Heureka! Die Schuldigen der EU-Schuldenkrise sind ja ohnehin nur die amerikanischen Agenturen, die mit ihren bösartigen Ratings den Geld-verschwendern den Spass verderben wollen. Es gibt nichts was eine Lüge derart entlarvt, wenn selbst der Lügner nicht an sie glaubt. Finanzminister Schäuble hat seinen Poltikerkollegen in der EU letzte Woche die Leviten gelesen: "Eine vom Staat gegründete Ratingagentur, oder auch von der Europäischen Kommission, wird sich niemals in dem harten Wettbewerb mit den erfolgreichen Ratingagenturen durchsetzen". Geld vom deutschen Staat, so Schäuble weiter, wird es für eine EU-Ratingagentur nicht geben. Der Satz von Schäuble hat es in sich. Er gibt den US-Agenturen das Attribut "erfolgreich". Das passt so gar nicht ins Märchengebilde des europäischen Meinungskonsens, der die Rating-Agenturen am liebsten zum Sündenbock der Schuldenkrise abstempeln würde.

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27.03.2012
Warum der Dow Jones eigentlich bei 15.000 Punkten stehen müsste!
Liebe Leser,

als der Nasdaq Index im Herbst 2000 wie ein Stein durch die Marke von 3000 Punkten rauschte, notierte die Apple Aktie bei etwa 9,50 USD. Fast 12 Jahre später erobert der Nasdaq Index die 3000 Punkte Marke zurück. Und Apple ist mit einem Index-Gewicht von knapp 12% das Zugpferd, das dem Index Flügel verleiht. Adam Nash hat einmal ausgerechnet, wo der Dow Jones Index eigentlich stehen würde, wenn 2009 statt Cisco die Aktie von Apple in den Dow Jones aufgenommen worden wäre. Das Ergebnis: Etwa 2000 Punkte höher, aktuell also aktuell bei über 15.000 Punkten. Schade, dass Apple nicht im Dow Jones notiert, denn ein Dow Jones Stand von über 15.000 Punkten würde die neue Leistungsfähigkeit der US-Wirtschaft viel besser widerspiegeln.

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13.03.2012
Wie Subventionen Schutt und Asche hinterlassen!
Liebe Leser,

laut einem Bericht der Südwest Presse musste der Solarzulieferer Centrotherm letzte Woche im Stammwerk in Blaubeuren rund 300 Mitarbeitern die Kündigung überreichen. Diese dramatische Entwicklung ist in der Solarbranche derzeit keine Seltenheit. Ähnlich dramatisch geht es bei Solarhybrid zu. Der Aktienkurs des Solarprojektierers notierte noch vor drei Wochen bei über 6€. Letzte Woche am Mittwoch fällt die Aktie um 60% auf knapp über 1€. Was war geschehen? Die Regierung Merkel hat mal wieder Schutt und Asche hinterlassen! Ich muss diese Entwicklung einfach immer wieder thematisieren, weil der breiten Öffentlichkeit überhaupt nicht bewusst ist wie schädlich staatliche Eingriffe und unbedachte Subventionen sein können. Natürlich klingt es zunächst immer positiv, wenn Vater Staat Gelder verteilt, aber meistens führt das zum Aufbau nicht überlebensfähiger Strukturen. Wir Ökonomen nennen das Fehlakkumulation von Kapital.

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16.02.2012
Liquiditätshausse: Über das Gelddrucken und die Inflation!
Liebe Leser
kann es wirklich so einfach sein? Die Zentralbanken auf der Welt drucken Unmengen an Geld und die Wirtschaft kommt in Schwung. Ja, es ist in der derzeitigen Situation so einfach, weil das Gelddrucken reale Probleme beseitigt! Eine hohe Staatsverschuldung ist immer ein Anzeichen einer ungleichen Verteilungssituation.
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06.02.2012
Die FED plant die Wiederholung des 1950- bis 1970er-Szenarios!
Liebe Leser,
wow, was für eine Vorstellung! Diese Januar-Rally stellt alles in den Schatten, selbst die Prognosen der optimistischsten Marktkommentatoren! Wie schnell sich die Welt doch ändern kann. Noch vor 8 Wochen mussten wir Angst vor einer Eskalation der Euro-Krise haben und plötzlich überrascht der Nasdaq-Index mit einem neuen 11-Jahreshoch. Der Game Changer, der die Spielregeln zugunsten der Bullen veränderte, ist die EZB.
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15.01.2012
Marktstrategie: 4 Gründe warum der Aktienmarkt seinen Tiefpunkt gesehen hat!
Liebe Leser,
die Rezession, definiert als ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung über mindestens zwei Quartale, dürfte nun unvermeidlich sein. Selbst im stärksten EU-Land Deutschland verkleinerte sich das BIP im vierten Quartal 2011 um etwa 0,25%. Im ersten Quartal 2012 dürfte ebenfalls noch ein kleines Minuswachstum in den Büchern stehen. Das sind gute Nachrichten für den Aktienmarkt. Der Wendepunkt an den Börsen findet meist immer am wirtschaftlichen Tiefpunkt, oft sogar schon ein Quartal im Voraus statt. Wenn die Konjunktur also im zweiten Quartal wieder anziehen sollte, dann hat der DAX seinen Tiefpunkt bereits hinter sich gelassen. Für eine anziehende Konjunktur in Deutschland sprechen folgende Punkte:

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29.12.2011
EZB-Geldinfusion: Ein Hoffnungsschimmer zum Jahresende!
Liebe Leser,
das Jahr 2011 endet mit einem Hoffnungsschimmer. Die EZB hat endlich ein Lösungsschema für die Staatsschuldenkrise vorgelegt. Darüber dass diese Lösung über die Gelddruckmaschinen laufen würde, zweifelte ich zu keinem Zeitpunkt, denn die depressiven und deflationären Tendenzen in der Eurozone können nicht einmal von geldpolitischen Hardlinern geleugnet werden. Wenn die Wirtschaft kontrahiert, ist eine Geldspritze meist die beste Medizin. Anstatt das Geld selbst zu schöpfen, hat die EZB diese Aufgabe nun an die Geschäftsbanken weitergereicht.
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15.12.2011
Warum die USA 2012 um 2,3% wachsen und Europa in die Rezession fallen wird!
Liebe Leser,
der Unterschied zwischen falscher und richtiger Geldpolitik wird sich 2012 an den wirtschaftlichen Wachstumsraten von den USA und Europa ablesen lassen. Während die USA ein Wachstum ihres realen BIPs von 2,3% erzielen dürften, wird sich die Euro-Zone in einer Rezession befinden und die reale Wirtschafts-leistung wird voraussichtlich um 0,5% schrumpfen. In Europa wird das Wachstum durch eine drastische Sparpolitik abgewürgt. In den USA erfolgt die Entschuldung, so wie es die makroökonomische Lehre verlangt, über eine expansive Geldpolitik, in der die Notenbank sogar für kurze Zeit zum Staatsfinanzierer wird. Die USA haben Wachstum und keine Inflation, aber dafür anziehende Steuereinnahmen. Die Europäer haben kein Wachstum, keine Inflation, aber große Angst vor letzterem und zudem in 2012 schrumpfende Steuereinnahmen. Was ist besser?

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02.12.2011
800 Punkte DAX-Kursgewinn, aber keine Lösung der Schuldenkrise!
Liebe Leser,
die Zentralbanken haben die Muskeln spielen lassen. Die konzertierte Aktion der wichtigsten Notenbanken weltweit war wie ein Stich ins Wespennest. Die Geschwindigkeit mit der der DAX zugelegt hat, lässt das eigentlich nur den Schluss zu, dass viele Shortspekulanten auf dem falschen Fuß erwischt wurden. Im Endeffekt haben FED, EZB und Co nichts anderes gemacht als dem Bankensektor Zugang zu günstigen Dollarkrediten gewährt. Ist das wirklich ein 800 Punkte Sprung im DAX wert, zumal sich am eigentliche Problem der Staatsschuldenkrise nicht geändert hat? Schwer vorstellbar!

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18.11.2011
Mr. Market wirft Berlusconi vom Thron
Liebe Leser,
der Markt ist ein wahrhaft wunderbares System. Was in Italien keinem Staatsanwalt und keiner Frauenrechtsbewegung gelungen ist, hat der Markt mit einem Handstreich erledigt. Silvio Berlusconi wurde von Mr. Market vom Thron gestoßen. Bei Anleiherenditen von 7% hörte selbst für die Italiener der Spass auf. Denn ohne neue Kredite, kann der Staat weder Beamten und Parlamentariern, noch Mitarbeitern im öffentlichen Dienst die Gehälter bezahlen.

Halb Europa ist nun Pleite und es ist nahezu gespenstisch wie sich der Aktienmarkt noch relativ stabil hält und rund 15% über seinem Jahrestief notiert.
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14.11.2011
Europa steht vor dem Abdriften in die Rezession!
Liebe Leser,

Inflation ist nach wie vor das liebste Sorgenkind der Deutschen. Wenn er seine Theorie der rationalen Erwartungen gerne falsifiziert hätte, müsste der Ökonom und Nobelpreisträger Robert E. Lucas nur mal einen Abstecher nach Deutschland machen, wo nahezu in jeder Zeitung Inflationsängste hochgehalten werden und der Immobilienmarkt aus Angst vor Geldentwertung neu erblüht. Der Theorie der rationalen Erwartungen zufolge müssten sich höhere Inflationserwartungen auch in höheren Nominallöhnen niederschlagen, so dass aus der Erwartungshaltung eine inflationäre Tendenz entsteht. Aber glücklicherweise orientiert sich die Inflationsrate viel eher an wirtschaftlichen Realitäten als an Erwartungen. Die Realität sieht so aus, dass halb Europa mittlerweile kaputtgespart wird.
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06.11.2011
20 von 30 DAX-Unternehmen werden mit einstelligen KGVs bewertet
Liebe Leser,

ach wie gerne denke ich doch an die schöne alte Börsenzeit zurück als Kurse noch von Unternehmensnachrichten und Konjunkturdaten bewegt wurden. Gleichwohl muss ich dabei an Ernest Hemingway denken, der unseren Hang zur Nostalgie einfach zu entlarven wusste: "Das Merkwürdige an der Zukunft ist wohl die Vorstellung, dass man unsere Zeit einmal die gute alte Zeit nennen wird.” Aber dennoch: Ich kann mich an keine Börsenphase erinnern als Unternehmenszahlen derart in den Hintergrund rückten und die Ausschläge auf der Kurstafel derart von politischen Nachrichten dominiert waren wie heute.

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27.10.2011
DAX -5%. Hurra, hurra, der Schuldenschnitt ist da!
Hurra, hurra, der Schuldenschnitt ist da. Der DAX schießt als Reaktion auf diese Nachricht um 5% in die Höhe. Vom Untergang des Finanzsystems, den Parlamentarier aus allen Fraktionen noch vor einem halben Jahr an die Wand malten, wenn Griechenland "fallen gelassen wird", was damals noch mit dem Schuldenschnitt verknüpft wurde, ist nichts zu sehen. Die Banken haussieren, der Aktienmarkt haussiert, sogar der griechische Aktienmarkt macht einen Freudensprung. Alle sind glücklich. Wurde uns nicht immer erzählt, ein Schuldenschnitt in Griechenland würde zu unkalkulierbaren Kettenreaktionen führen?
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20.10.2011
Staat will in Banken-Aufsichtsräte. Ich erinnere: "If you can't sell it, then sell it to the Landesbank"
Das Handelsblatt bezog in der dieswöchigen Montagsausgabe ganz klar Stellung zum politischen Versagen von Angela Merkel. "Denn sie was wissen nicht, was sie tun. Unter Führung von Merkel und Sarkozys stolpert Europa von einer Instabilität zur nächsten", lautet die Schlagzeile auf der Titelseite. Unsere Politiker seien auf dem besten Wege, Lenins Kampfauftrag zu erfüllen, schreibt die Zeitung weiter.
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29.09.2011
Ökonomen zwischen Dogmen und praktikablen Lösungen
Liebe Leser,

es ist wie immer ein Kuriosum, dass wenn verschiedene Ökonomen über das gleiche Thema sprechen am Ende so viele verschiedenen Lösungsansätze herauskommen. Die Position von Bundesbankpräsident Weidmann, der Anleihenaufkäufe durch die EZB komplett ablehnt, halte ich für weltfremd. Ohne die Interventionen der EZB auf den Anleihemärkten wären die Anleihen von Portugal, Spanien und gar Italien vermutlich schon längst abgestürzt. Es liegt keine zwei Monate zurück, da konnte nur das Bekenntnis der EZB, im Notfall einzuschreiten, die Kurse wieder stabilisieren. Ohnehin halte ich diese Denken in engen Schienen und das Aufstellen von Dogmen, die nicht mehr in Frage gestellt werden, für eines der größten Probleme, die der Überwindung der Krise im Wege stehen. Merkel erklärt den Rettungsschirm für alternativlos, in den USA sind Republikaner gegen jede Form der Steuererhöhung, in der EU-Komission darf das Wort Staatspleite nicht ausgesprochen werden und in der Bundesbank würde man lieber Italien sofort in die Pleite rutschen lassen als auch nur eine einzige Anleihe aufzukaufen.


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24.08.2011
Big Picture: Der große Bullenmarkt
Liebe Leser,

der Mangel an Vorstellungskraft, über das was passieren kann, macht den Börsianer zum Herdentier. Wenn die Wirtschaftslage gut ist, erscheint es unvorstellbar, dass sich die Konjunktur wieder deutlich eintrüben könnte. Inmitten der Rezession werden diejenigen für verrückt erklärt, die eine prosperierende Wirtschaft voraussagen. Ich skizziere zunächst wie die Krise sich zuspitzen dürfte und widme mich dann dem Big Picture.
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14.08.2011
Fianzmärkte sind ein gutes Frühwarnsystem
Liebe Leser,

sind die Börsen irrational? Aus Börsenmagazinen springt mir in großen Lettern die Aufforderung entgegen: "Irrationale Börse, ja nicht verkaufen, Aktien sind günstig." Es ist die einfachste aller Möglichkeiten, eine unerwartete Kursentwicklung zu kommentieren, indem man sie als ungerechtfertigt und irrational abtut. Aber die Wahrheit ist eine andere: Finanzmärkte sind nicht irrational, sie übertreiben gerne in die ein oder andere Richtung, aber von der Grundtendenz haben die Märkte fast immer Recht.
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04.08.2011
Die Lage ist ernst!
Liebe Leser,

die Lage ist ernst! Nicht alle haben das verstanden. Die Bilder von einer lachenden Angela Merkel nach dem EU-Staatsschuldengipfel gehen mir nicht aus dem Kopf. Der deutsche Steuerzahler wurde in einem historischen Beschluss nun endgültig haftbar gemacht für die Zahlungsausfälle anderer EU-Staaten. Es liegt auf der Hand, dass man danach nicht gut gelaunt eine Pressekonferenz geben und nicht davon schwärmen  sollte wie viel Spass doch der Kanzlerberuf macht, um sich dann in den Urlaub zu verabschieden. Was ist los mit den Bürgern in diesem Land? Warum geht niemand auf die Straße und demonstriert? Wenn ich von einer Demonstration gegen die EU-Tranferunion wüsste, würde ich Plakate malen und mitlaufen.

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28.07.2011
Schuldenkrise USA
Liebe Leser,

wie aus einer Schockstarre eine globale Katastrophe werden kann, hat die Pleite von Lehman Brothers vorgeführt. Von einem Tag auf denen anderen stellten Firmen ihre Auftragsvergabe zurück und Konsumenten hielten ihr Geld zusammen. Aus einer Finanzkrise, die von den Zentralbanken hätte kontrolliert werden können, wurde eine kleine Weltwirtschaftskrise. Angesichts dieser Erfahrungen ist das politische Schauspiel in den USA mehr als nur eine groteske Zeitungsschlagzeile, es ist eine reale Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung.
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21.07.2011
Was Deutschland von den USA lernen kann!
Liebe Leser,

die erfolgreichsten Konzerne der Welt sitzen in den USA. Nahezu jedes neue Produkt oder Geschäftskonzept, das die Welt erobert, wird von amerikanischen Unternehmern auf den Markt gebracht. Auch die Profitabilität amerikanischer Firmen wird in keinem anderen entwickelten Industriestaat in dieser Form erreicht. Im zweiten Quartal verbuchte Google etwa ein Umsatzplus um 32 Prozent auf 9 Mrd. €. Dabei wurde ein Gewinn von 2,51 Mrd. US-Dollar erzielt
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07.07.2011
Die Rating-Agenturen haben bezüglich Griechenland und Portugal alles richtig gemacht!
Liebe Leser,

es treibt mir die Tränen in die Augen. Ob es Tränen des Amüsements oder der Traurigkeit sind, kann ich nicht eindeutig unterscheiden. EU-Politiker überschlagen sich im Eifer darin, Beschimpfungen für die Ratingagenturen zu finden. In Portugal wurde die jüngste Abstufung der eigenen Anleihen als Terrorismus bezeichnet. "Wir müssen den Einfluss von Rating-Agenturen begrenzen", meint Finanzminister Schäuble. Gut gebellt, Herr Finanzminister, wollen Sie freie Meinungsäußerungen verbieten lassen, oder wie soll das funktionieren?
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28.06.2011
Und am Ende heißt der Schuldige Kapitalismus.
Liebe Leser,

noch nie wurde den Deutschen so unmittelbar vor ihrer Haustür das Scheitern sozialistisch ausgelegter Staatssysteme vor Augen geführt. Es ist ein Paradoxon, das ich wohl nie verstehen werde, dass der kollektive Wille der Bevölkerung angesichts der Erfahrungen in Griechenland, Portugal und Spanien eine weitere Ausdehnung des Staatsapparates befürwortet. In Griechenland haben Staatsunternehmen über Jahrzehnte jedes ökonomische Kalkül vermissen lassen. In Spanien wurden Arbeits-marktgesetzte etabliert, die es Unternehmen nahezu unmöglich machten, Angestellte vor die Tür zu setzen. Die Quittung dafür kommt jetzt: Innovationslose, verrostete Großkonzerne, die einen siechenden Untergang durchleiden und eine Arbeitslosen-quote junger Uni-Absolventen von über 20%.
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21.06.2011
Big Picture: US-Ökonomie vor Gesundung!
Liebe Leser,

bei der Nachrichtenlage, die über uns hereinbricht, besteht die Gefahr, dass wir eine zu skeptische Grundhaltung entwickeln. Ich möchte darum meine heutige Kolumne einem realistischen Blick in die Zukunft widmen und ich darf Ihnen mitteilen, liebe Leser, dass dieser ganz und gar nicht negativ ist. Die europäische Schuldenkrise ist ein lösbares Problem, das durch Politik-versagen nur etwas in die Länge gezogen wird. Früher oder später wird eine Haircut-Lösung in der Form kommen, wie ich sie schon vor einem Jahr vorgestellt habe und meinem Schema entsprechend wird die EZB in der Lage sein, gefährliche Kettenreaktionen im Finanzsektor zu vermeiden.
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24.05.2011
Kampf der Hedge Fonds Giganten
Liebe Leser,

George Soros verkauft seine Goldbestände, John Paulson hält dagegen und bleibt Goldbulle. Das ist der Kampf der Hedge Fonds Giganten. Der US-Autor Gregory Zuckermann widmete John Paulson jüngst ein ganzes Buch, dessen Titel "The Greatest Trade Ever" eigentlich bereits alles aussagt. Während der Finanzkrise als eine Konkurswelle durch die Finanzwelt schwappte und große Geldinstitute wie die UBS hart um ihr Überleben kämpfen mussten, verdiente Paulson 15 Milliarden US-Dollar für seinen Hedge-Fonds und 4 Milliarden US-Dollar für sich selbst. Paulson hatte die Immobilienblase in den USA identifiziert und eiskalt auf deren Platzen spekuliert. Einen größeren Betrag hatte noch nie ein Mensch zuvor mit einem einzelnen Spekulationsszenario gewonnen. Hut ab, ich verbeuge  mich vor Ihnen, Mr. John Paulson!

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16.05.2011
Rohstoffcrash geht weiter - Spekulation trieb die Kurse - was sind die Konsequenzen?
Liebe Leser,

der Kurssturz an den Rohstoffmärkten geht weiter. So what? Ein besseres Konjunkturprogramm kann keine Regierung der Welt verabschieden. Das zeitliche Zusammentreffen der Kurseinbrüche im Silber- und Ölmarkt mit den erhöhten Margin-Forderung seitens der Terminbörsen ist ein stichfestes Indiz dafür, dass die reale Wirtschaftsnachfrage schon eine zeitlange niedriger war als das Rohstoffangebot. Diese Nachfragelücke wurde von Spekulanten geschlossen!
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06.05.2011
Der Rohstoff-Crash!
Liebe Leser,

dieser Shake-Out hatte es in sich. Innerhalb von nur einer Woche ist der Silberpreis um über 30% eingebrochen. Gestern ging es in der Spitze um 12% an nur einem Tag nach unten. Ähnliche erdrutschartige Verluste verzeichneten die Ölnotierungen. -9% beim Ölpreis in einer Hochkonjunkturphase, ohne vorige Extremübertreibung wie 2007, sind schon eine Hausnummer. Diese gewaltigen Einbrüche in den Rohstoffmärkten zeigen letztendlich wie viele kurzfristige Spieler in dieser Assetklasse unterwegs sind. So war der Auslöser der Korrektur eine Verschärfung der Margin-Hinterlegungspflichten. Die Terminbörse Comex hatte die Margin im Handel mit Silberterminkontrakten zuletzt schrittweise erhöht. Mit der vorerst letzten Anhebung der Margin auf 16.000 Dollar am kommenden Montag summiert sich die Marginerhöhung auf insgesamt 85%. Die Rohstoffzocker wurden aus Silber förmlich herausgedrückt. Jeder weitere Kursverlust im Silber löste neue Zwangsverkäufe bei Silberspekulanten aus, die ihre Margin nicht mehr stellen konnten.

Ich finde Mr. Market hat erneut einen köstlichen Humor bewiesen.
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29.04.2011
Genialer Schachzug: Maestro Ben Bernanke bringt die kapitalistische Wachstumsmaschine in Schwung!
Liebe Leser,

gestern hat der Maestro gesprochen. In einem fast präsidialen Rahmen gab Ben Bernanke die erste reguläre Pressekonferenz, die auf Einladung der FED einberufen wurde. Wie Sie wissen bin ich ein großer Fürsprecher von Bernanke. Der FED-Chairman ist klug, er handelt nicht nach geldpolitischen Ideologien, sondern versteht es makroökonomische Aggregate hinter sich zu lassen und <strong>das Uhrwerk der Wirtschaft an der Triebfeder zu stimulieren</strong>. Bernanke weiß, dass er sich keine Sorgen um die Preisteuerung machen muss, weil über 13 Millionen arbeitslose Amerikaner einen starken Lohnanstieg unmöglich machen. Auch auf den Produktmärkten sind Preiserhöhung momentan kaum durchzusetzen, weil US-Unternehmen noch lange keine volle Produktionsauslastung erreicht haben. Würde General Motors die Autopreise um 10% erhöhen, gingen die Leute eben zum Ford-Händler um die Ecke. Wir merken uns: Bei hoher Arbeitslosigkeit und stillliegenden Fabriken sollte die Notenbank die Geldmenge massiv ausweiten!

Das eigentliche Meisterstück von Ben Bernanke ist, dass er das Kernproblem der USA erkannt hat.
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14.04.2011
Bill Gross shortet US-Staatsanleihen! Nachmachen?
Liebe Leser,

Bill Gross hat sich meine Bewunderung verdient. Nachdem er die US-Regierung und FED zuerst hart für deren geldpolitischen Kurs kritisierte, legt der Pimco-Chef jetzt nach und lässt seinen Worten Taten folgen. Bill Gross shortet US-Staatsanleihen mit einem Anteil von etwa 3% der Anlagesumme des 236 Mrd. Dollar schweren Rentenfonds Total Return. So funktionieren Märkte, so funktioniert der Kapitalismus, so wächst langfristig unser aller Wohlstand. Bill Gross hat sich jetzt von all denjenigen Redenschwingern abgehoben, die meist im Nachhinein immer alles am besten gewusst haben und perfekte Erklärungen für vergangene Entwicklungen parat haben. An den Märkten zählen keine Worte, allein der Preis entscheidet über Recht haben oder im Unrecht sein.

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31.03.2011
8% Rendite für Portugal-Staatsanleihen! Warum? Wo ist das Risiko?
Liebe Leser,

ich überlege, überlege und überlege was gegen den Kauf zehnjähriger portugiesischer Staatsanleihen spricht, die jährlich 8% Rendite abwerfen. Alles was ich bisher über das jüngste EU-Gipfeltreffen oder nennen wir es besser den "Geldgeschenke-in-Europa-verteilen-Triumphzug” unserer Kanzlerin gelesen habe, sagt ganz klar aus, dass es die private Gläubigerhaftung erst ab 2013 geben wird. Erst für neue Staatsanleihen, die ab 2013 begeben werden, soll nach den Regeln des neuen Europäischen Stabilisierungsmechanismus (ESM) die Umschuldungsklausel gelten. Sobald Portugal unter den europäischen Rettungsschirm schlüpft, kauft der öffentliche Sektor private Gläubiger aus ihrer Verantwortung heraus, indem er einen Staatsbankrott, der zu einem Zahlungsausfall für die Besitzer portugiesischer Staatsanleihen führen würde, quasi ausschließt. Es ist für mich daher nicht verständlich woher der große Risikoaufschlag von portugiesischen Staatsanleihen zu deutschen Staatsanleihen herkommt, denn die europäische Haftungsgemeinschaft ist jetzt ein real existierendes Schreckensgespenst.

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24.03.2011
In knapp zwei Jahren schwarzgelber Regierung wird verabschiedet, was nicht einmal Oscar Lafontaine in seinen kühnsten Wahlkampfreden zu versprechen gewagt hätte.
Liebe Leser,

das Jahr 2011 ist noch relativ jung, aber es ist an Ereignissen großer Tragweite bereits reicher als viele andere Jahre. Die Bevölkerungen vieler muslimisch geprägter Länder jagen ihre Tyrannen aus dem Land, Japan wird durch eine schwere Naturkatastrophe verwüstet, was dazu führt, dass weltweit ein Umdenken über Atomenergie einsetzt und zu guter Letzt erklärt mit Portugal ein weiteres europäisches Land die Staatspleite. Es empfiehlt sich erst einmal innezuhalten und die Gedanken neu ordnen.

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14.03.2011
Pimco stößt alle US-Anleihen ab! FED ist jetzt größter Finanzier der USA - warum das einen Investitionsboom auslösen wird!
Liebe Leser,

der Total Return Fonds der Allianz-Tochter Pimco machte letzte Woche mit der Bekenntnis Schlagzeilen, sämtliche US-Staatsanleihen abgestoßen zu haben. Mit einem Anlage-vermögen von 172 Mrd. Euro gilt der Total Return als weltweit größer privater Anleiheinvestor. Der illustre Pimco-Chef Bill Gross stellte süffisant die Frage in den Raum, wer denn noch US-Staatsanleihen zu den gegenwärtigen Renditen ins Portfolio nehmen solle, wenn die FED Ende Juni ihr Quantitative Easing Kaufprogramm plangemäß beendet. Ende Februar hielt die FED Staatsanleihen in einem Volumen von knapp 1,2 Billionen Dollar in ihrem Bestand. Die Notenbank ist damit zum größten Finanzier des amerikanischen Staates aufgestiegen. Weil die FED ihren jährlichen Gewinn direkt an den US-Finanzminister überweist, findet defakto die Staatsfinanzierung über die Druckerpresse statt.

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23.02.2011
Die Natur der Staatschuld und die Lösung des Schuldenproblems
Liebe Leser,

bei kaum einem anderen Thema gibt es so viele Verständnisschwierigkeiten wie bei den Staatsschulden. In meiner letzten Kolumne hatte ich ausgeführt, dass die Natur der Staatsschuld ein Verteilungsproblem ist. Es geht um die Frage wer sich zu welchem Zeitpunkt aus dem Produktionsapparat eines Landes bedienen darf. Als Produktionsapparat sind sämtliche Güter und Dienstleistungen zu verstehen, die in einem Land produziert werden können. Die Problematik der Staatsschuld lässt sich am einfachsten anhand des Beispiels Japan veranschaulichen, weil etwa 94 Prozent der japanischen Staatsanleihen von heimischen Investoren, also den Bürgern selbst gehalten werden und die Zinsen sich nahe dem Nullniveau bewegen.
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18.02.2011
Der Crack-up Boom: Ein Hirngespinst!
Liebe Leser,

seit einigen Monaten begegnet mir immer häufiger der Begriff "Crack-up Boom” und zwar meist im folgenden Zusammenhang: Die Untergangsprediger, die 2008 während der Finanzkrise den Systemkollaps prophezeiten, geben angesichts der Hausse nicht etwa zu, dass sie falsch lagen. Nein, so höre ich erstaunt, wir befinden uns in einem Crack-up Bullenmarkt. Das System kollabiert und der Vorläufer des Untergangs sind steigende Aktienkurse. So viel Spass hat ein Systemkollaps aber selten gemacht, denke ich, und forsche näher nach.
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03.02.2011
Frauenquote? Nein danke!
Liebe Leser,

"die Gründung eines Unternehmens ist der Ursprung allen Wirtschaftens. Unser Land braucht Unternehmertypen, die mehr als Arbeitsplatzsicherheit und geregeltes Einkommen wollen. Menschen, die es wagen, ihre Vision in der Realität umzusetzen.” Mit diesen wahren Worten wirbt die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND für ihren jährlichen Gründerwettbewerb enable2start. Die fünf Gewinnerfirmen erhalten jeweils 50.000 € Startkapital und werden ein Jahr lang durch die FTD journalistisch begleitet. Ein Blick auf das Gruppenfoto zeigt unmissverständlich: Die Unternehmensgründer sind leider alle Männer!
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27.01.2011
Aktionäre und der unerbittliche Zyklus
Liebe Leser,

Sie als Börsenbrief-Abonnent gehören vermutlich bald zu einer bedrohten Minderheit. Nach den Zahlen des Deutschen Aktieninstituts (DAI) sank die Zahl der deutschen Aktionäre im zweiten Halbjahr 2010 um 476.000 auf knapp 3,4 Millionen. Die Deutschen verwirren die ganze Welt mit dieser ambivalenten Geisteshaltung. Wir sind das Land der Ingenieure, das Land, in dem die besten Industrieunternehmen weltweit beheimatet sind und gehören mit China zur stärksten Exportnation überhaupt. Aber gleichzeitig hat die Mehrzahl der Bürger kein Vertrauen Geld in deutsche Unternehmen zu investieren. Vermutlich haben die Anleger nach dem turbulenten letzten Jahrzehnt endgültig genug von den unerträglich hohen Börsenschwankungen. Die Kurserholung 2010 nach der Finanzkrise wurde dann von vielen Aktionären genutzt, um die Anteilsscheine zu verkaufen, sobald der Einstandskurs wieder erreicht wurde. Wer soll es den Leuten verdenken. Wenn die Altersvorsorge im Rekordtempo schrumpft, ist es schwer einen ruhigen Schlaf zu finden.
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20.01.2011
Wegweisendes Urteil zur Bewältigung der Staatsschuldenproblematik
Liebe Leser,

das Urteil des Verfassungsgerichtshofs in Münster hat Symbolcharakter. Anstatt dem bisherigen Verfahrensgang zu folgen, demnach die Gerichte Jahre brauchten, um festzustellen, dass ein Haushaltsplan, der zu viele neue Schulden vorsieht, verfassungswidrig ist, gaben die Richter einem Eilantrag der Opposition in Nordrhein-Westfalen statt und verbaten die weitere Kreditaufnahme. Dieser bislang in der Geschichte der Bundesrepublik einmalige Vorgang zeichnet den Grobentwurf wie ein Staat mit gesetzlich festgelegter Schuldenbremse funktionieren kann. Der Regierung wird einfach der Kredithahn zugedreht. Dann kann sie nur das Geld ausgeben, das sie in der Kasse hat und die kreative Lösungsfindung - wie Ausgaben reduziert werden können - würde in Schwung kommen und ungeahnte Sparpotenziale freisetzen.


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29.12.2010
Der Euro ist stabil. Da muss nichts gerettet werden.
Liebe Leser,

die gleichen Leute, die vor eineinhalb Jahren das kapitalistische System zusammenbrechen sahen, sagen jetzt den Untergang des Euros voraus. Sie warnen vor Hyperinflation und einer brutalen Geldentwertung. Wieder einmal stehe ich verblüfft da und frage mich warum bei wirtschaftlichen Fragestellungen eigentlich jeder Unsinn von den Medien aufgenommen und durchgekaut wird. Am 4. Januar 1999, dem ersten Handelstag des Euros, notierte die europäische Währung bei einem Referenzkurs zum US-Dollar von 1,1789. Die aktuelle Kursnotiz ist 11% darüber. Die Inflationsrate in der Eurozone lag seit der Euroeinführung durchschnittlich bei 1,8%. Das Geldmengenwachstum M3 verweilte im Zeitraum von September bis November bei 1,3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. So sieht eine stabile und werterhaltende Währung aus. Der Euro hat kein hohes Abwärtspotenzial. Stellen wir uns einmal einen Wechselkurs zum US-Dollar auf Parität vor. Die Amerikaner würden derartig auf Einkaufstour gehen und uns unsere Produkte und Vermögenswerte aus den Händen reißen, dass ein gewaltiger Aufwertungsdruck die Währung nach oben ziehen würde.
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16.12.2010
Der deutsche Bürger bezahlt die Zeche
Liebe Leser,

es wäre spannend einmal bei einem Gipfeltreffen der Kommunistischen Partei Chinas dabeizusein. Mich würde interessieren, ob die chinesische Staatsführung lauthals über die deutschen Solarsubventionen lacht oder ob sie uns eher mit einem Stirnrunzeln für unsere Dummheit bemitleidet. Deutschland finanziert nahezu komplett den Aufbau der chinesischen Solarproduktion. Die Wirtschaftswoche hat in ihrer aktuellen Ausgabe die Fakten zusammengetragen. 54% der Weltjahresproduktion an Solarmodulen wird in Deutschland installiert. 80% der deutschen Solar-subventionen gehen ins Ausland. Weil chinesische Staatsbanken den chinesischen Solarunternehmen quasi unbegrenzt Kredite zur Verfügung stellen, können die Chinesen um etwa 20% günstiger produzieren. Gegen diese Form von unfairem Wettbewerb haben Q-Cells, Solarworld und Co keine Chance. Nur etwa 12% der in diesem Jahr in Deutschland installierten Solarmodule kamen von deutschen Firmen. Dafür bezahlt der deutsche Bürger über die Solarsubventionen die gesamte Zeche. Bis 2030 wird sich die zu zahlende Einspeisevergütung, basierend auf der bereits installierten Produktionsleistung, auf etwa 130 Milliarden Euro summieren.

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08.12.2010
Der DAX erobert die 7000 Punkte Marke
Liebe Leser,

was für ein prachtvoller Anblick. Der DAX eroberte gestern wieder die 7000 Punkte Marke. Um 17,5% ist der deutsche Leitindex damit seit Jahresanfang gestiegen. Es ist eine Hausse der relativen Stärke, denn die Aktienmärkte in Resteuropa blasen Trübsal. Der Euro-Stoxx fiel seit Jahresbeginn um 6%. Ohne die Beteiligung deutscher Aktien stünde er noch viel tiefer, was ein Blick auf die Indizes in Spanien, Frankreich oder Italien schnell erahnen lässt. Die jetzigen wirtschaftlichen Erfolge sind das Ergebnis einer 10jährigen Lohnzurückhaltung. Wir haben uns diesen Aufschwung hart erarbeitet, liebe Leser!
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02.12.2010
Das Schicksal von Europa liegt in den Händen der EZB
Liebe Leser,

das Schicksal von Europa liegt in den Händen der EZB. Diese Aussage ist nicht übertrieben, sondern lässt sich unter Bezugnahme auf die Fakten einfach nachvollziehen. Es ist richtig, dass in den meisten hochverschuldeten europäischen Ländern wie Griechenland, Portugal und Spanien wichtige Strukturreformen auf den Weg gebracht wurden. Doch allein ein Blick auf die aktuellen Hochrechnungen der EU-Komission zeigt, dass das nicht ausreichen wird. So soll das durchschnittliche Staatsdefizit in der Eurozone von 6,3% des BIP in diesem Jahr auf ein Defizit in Höhe von 3,9% des BIP in 2012 absinken. Dabei wird der Schuldenstand von aktuell 84,1% des BIP auf voraussichtlich 87,7% des BIP in 2012 weiter anstiegen. Ab 2013 dürfte dann allein aus zyklischen Gesichtspunkten die nächste Rezession vor der Tür stehen und dann, wenn die Steuereinnahmen in der Wirtschaftskrise wegbrechen, ist sowieso jede Haushaltsplanung hinfällig. Wenn alles so bleibt wie es ist - gemeint sind die aktuellen Zinskonditionen -, wird es mit der Entschuldung nicht funktionieren.
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29.11.2010
Was hat uns Frau Merkel da nur eingebrockt?
Liebe Leser,

was hat uns Frau Merkel da nur eingebrockt? Der europäische Rettungsschirm über 750 Milliarden Euro steht kurz davor komplett eingelöst zu werden. Nach Griechenland und Irland dürfte es nicht mehr lange dauern bis sich Portugal und Spanien nicht mehr über die Finanzmärkte refinanzieren können. Der Renditeaufschlag zehnjähriger spanischer Staatsanleihen gegenüber deutschen Rentenpapieren stieg letzte Woche auf 2,33% Prozentpunkte. 10jährige spanische Staatsanleihen brachten 5,03% Rendite; Portugiesische Anleihen gar 6,79%. Bei solchen Zinskonditionen ist es nahezu ausgeschlossen, dass sich diese Länder selbstständig von ihren Schuldenbergen befreien können.
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18.11.2010
Der Goldstandard ist nicht krisentauglich
Liebe Leser,

in der letzten Ausgabe besprachen wir, dass der Goldstandard immer auch ein Goldbeschaffungsproblem aufwirft. Eine Ausweitung der Geldmenge parallel zum Wirtschaftswachstum ist in einem goldgedeckten System kaum möglich. Heute möchte ich Ihnen ein noch viel gravierenderes Problem des Goldstandards schildern. Er ist nicht krisentauglich! Sobald in einem goldgedeckten Währungssystem eine ernste Krise am Horizont sichtbar wird, rennen die Menschen zur Bank und wollen ihre Bankguthaben gegen Gold einlösen. Weil den Zentralbanken die Möglichkeit zur Geldschöpfung fehlt, führt das zwangsweise zu Bankenzusammenbrüchen. Aus einer kleinen Wirtschaftskrise wird mit einem goldgedeckten System schnell eine Weltwirtschaftkrise.

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11.11.2010
Zur Geschichte des Goldstandards
Liebe Leser,

der Goldstandard ist wieder in aller Munde, sogar im positiven Sinne, dass eine Rückkehr zu diesem System als wünschenswert dargestellt wird. Das verwundert angesichts der Tragödien und der Zerstörung, die der Goldstandard über die Menschheit gebracht hat.
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03.11.2010
Feierstimmung in unserer Redaktion: Musterdepot hat sich in 7 Jahren verzehnfacht!
Gestern knallten bei uns im Büro die Sektkorken. Das TradeCentre Musterdepot überschritt zum ersten Mal die Marke von 100.000€. Im April 2003 begann alles mit 10.000€ Startkapital. In etwas mehr als 7 Jahren gelang es uns den Anfangsbetrag zu verzehnfachen. Wir werden die Musterdepot-Strategie auch zukünftig auf die langfristigen Wirtschafts- und Aktienmarktzyklen ausrichten. In den letzten 150 Jahren gab es 32 Konjunkturzyklen, die alle nach ähnlichen Mustern und Gesetzmäßigkeiten verliefen. Daran werden wir uns orientieren. In der heutigen Ausgabe stellen wir Ihnen eine Aktie vor, die vor allem für die späte Phase des Aufschwungs, also für 2011/12, interessant ist.

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27.10.2010
Investment Story USA. Dollar-Schwäche zum Einstieg nutzen!
Liebe Leser,

zwei Jahre nachdem die Deutschen von Weltuntergangsängsten geplagt wurden, kommt nun das Wirtschaftswunder. Nach der jüngsten Prognose der Bundesregierung wird die deutsche  Wirtschaft in diesem Jahr um 3,4 Prozent wachsen. Die Bild-Zeitung fragt folgerichtig: "Aber wem gehört der Aufschwung, was haben WIR besser gemacht als andere.” Der Aufschwung gehört der pflichtbewussten deutschen Mittelschicht, den Ingenieuren und den Fachkräften. Regierungspolitisch besser gemacht haben wir kaum etwas. Im Gegenteil: Die als Wundermedizin gefeierte Kurzarbeit ist der Garant der nächsten deutschen Strukturkrise. Ich habe Ihnen mitten im tiefen Crash erläutert, warum 2010 bis 2020 das goldene Jahrzehnt wird, liebe Leser und ich erkläre Ihnen heute warum Deutschland danach schwerwiegende Probleme bekommen  wird, wenn kein radikales politisches Umdenken stattfindet.

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13.10.2010
Zwei Ökonomen, zwei Meinungen!
Liebe Leser,

mit der Vergabe des diesjährigen Nobelpreises wollte das Komitee in Oslo wohl ein politisches Zeichen setzen. Die drei Arbeitsmarktökonomen Peter Diamond, Dale Mortensen und Christopher Pissarides teilen sich den diesjährigen Wirtschaftsnobelpreis. Die Theorien des Trios können den USA helfen, die hohe Arbeitslosigkeit zu überwinden. Damit mit ökonomischen Theorien Politik betrieben werden kann, ist es zunächst einmal notwendig, dass die Vertreter der Profession, die sich mit den Theorien auskennen, auch zu den gleichen Schlussfolgerungen gelangen. In der heutigen FAZ findet man zu diesem Thema ein Paradebeispiel, das erklärt, warum Ökonomen einen so schlechten Ruf haben. Zwei Ökonomen, zwei Meinungen!
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29.09.2010
Kolumne: Staatlich verordnete Wohlstandvernichtung
Liebe Leser,

falsche staatliche Anreizsysteme vernichten Wohlstand. Die größte Wohlstandsvernichtung findet gerade im Energiesektor statt. Nicht nur, dass der deutsche Bürger Milliarden von Euro in Solarsubventionen stecken muss, die letztendlich den Bau chinesischer Fabriken finanzieren, viel schlimmer ist die Vielzahl regionaler Energieversorger, die gerade wie Pilze aus dem Boden schießen. Jede Gemeinde mit übermotiviertem Bürgermeister meint es sei schick, einen eigenen Energieversorger zu gründen.
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17.09.2010
Editorial Nr. 368: Haushaltsplanung ohne Konjunkturzyklen
Liebe Leser,

die amerikanische Statistikbehörde "National Bureau of Economic Research” datiert im Zeitraum von 1854 bis 2001 insgesamt 32 Konjunkturzyklen. Die durchschnittliche Dauer von einer Konjunkturspitze zur Nächsten beträgt 56 Monate.
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02.09.2010
Editorial Börsenbrief Nr. 367
Liebe Leser,

in den letzten 200 Jahren hat das kapitalistische System Wohlstand, technischen Fortschritt und die Beseitigung des Mangels in die Welt getragen. Jedes Gut, das für die grundlegende Versorgung wichtig ist, wird vom kapitalistischen Wirtschaftssystem in ausreichender Menge bereitgestellt. Die Supermarktregale sind immer gefüllt und Grundnahrungsmittel sind zu günstigen Preisen zu bekommen. Nur leider hat sich an den Spitzen der Politik eine Heerschar ökonomisch ungebildeter Populisten breitgemacht, die nicht einmal die elementaren Grundlagen der Kräfte verstehen, die uns Wohlstand und Versorgungssicherheit gebracht haben. Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy, der die gesamte europäische Wirtschaft vermutlich am liebsten in eine Planwirtschaft mit Entscheidungszentrale in Paris umwandeln würde, tourt gerade durch Europa und wirbt für Gesetze gegen die Rohstoffspekulation. Was für ein Narr! Spekulanten leisten einen wichtigen Beitrag, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
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20.08.2010
Editorial Börsenbrief Nr. 366
Liebe Leser,

der Zins in den USA und Europa verschwindet. Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik fiel die Rendite dreißigjähriger Staatsanleihen diese Woche unter 3%. Fünfjährige Staatsanleihen werden nur noch mit bescheidenen 1,3% verzinst und für zehnjährige Staatsanleihen erhalten Investoren nur noch rund 2,3%. Dementsprechend günstig sind momentan auch Immobilienkredite zu erhalten, was nichts anderes bedeutet, dass die Bürger ihren Lebenkonsum immer weiter nach vorne verlagern können. Ein zwanzigjähriger Immobilienkredit schlägt bei guter Bonität nur noch mit 3,6% zu Buche.

Ich glaube mittlerweile nicht mehr, dass die Niedrigzinsen ein kurzzeitiges Phänomen sind.
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05.08.2010
Editorial Börsenbrief Nr. 365
Liebe Leser,

beim Durchblättern der wichtigsten Tageszeitungen lese ich immer häufiger im Kontext "Immobilienblase in China”. Man merkt, dass die Wirtschaftsjournalisten durch die Finanzkrise konditioniert wurden. Die Finanzkrise wurde ja maßgeblich durch das Zusammenbrechen der Immobilien-Blase in den USA ausgelöst und das ist natürlich einprägsame Geschichtsschreibung, die ständig reflektiert werden will.
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27.07.2010
Editorial Börsenbrief Nr. 364
Liebe Leser,

Bravo, bravo, bravo! Ich applaudiere! DieWirtschaftspolitik der Chinesen wird in spätestens 20 Jahren die Lehrbücher der Universitäten füllen. Sie ist schlagkräftig, zielgerichtet und wohlstandsvermehrend. Chinesische Staatsbanken vergeben gerade Milliardenkredite an Solarmodulproduzenten. Die Kreditvergabe erfolgt dabei, gelinde gesagt, leichtfertig ohne dass eine vernünftige Sicherheit bestünde, quasi Venture Capital auf Fremdkapitalbasis.
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08.07.2010
Editorial Ausgabe Nr. 363
Liebe Leser,

die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands steigt! Zwei maßgebliche Faktoren sind dafür verantwortlich. Erstens, der schwache Euro, das ist klar. Zweitens, die steigenden Löhne in China!
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23.06.2010
Editorial Ausgabe Nr. 362
Liebe Leser,

was wir bislang unter dem Begriff "Globalisierung” verstanden, wird nicht annähernd der wirtschaftlichen Perspektive der Jahre 2010 bis 2020 gerecht, dem goldenen Jahrzehnt, bzw. dem ersten Juglarzyklus des neuen Kondratieffs.
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12.06.2010
Editorial Ausgabe Nr. 361
Liebe Leser,

die meisten Fehler ließen sich vermeiden, würde man nur die Geschichte aufmerksamer studieren. Das Problem vor dem Deutschland steht, ist schnell formuliert: Die Staatsschuldenquote muss gesenkt werden! Ein Problem vor dem in der Wirtschaftsgeschichte schon viele andere Staatslenker standen. Wie sollte man dabei am besten vorgehen?
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27.05.2010
Editorial Ausgabe Nr. 360
Liebe Leser,

John Maynard Keynes hat mit seiner "General Theory” ein Meisterwerk in der Geschichte des ökonomischen Denkens hinterlassen. Das Problem ist nur, dass sich heutzutage viele Politiker auf Keynes berufen, aber offenbar überhaupt nicht wissen was der Brite eigentlich geschrieben hat. Anders ist die Verwandlung der EU-Führungsspitze von Keynesianern zu Antikeynesianern innerhalb von nur zwei Jahren nicht zu erklären. Die wichtigste Erkenntnis von Keynes war die Beweisführung, dass fallende Preise und fallende Löhne in rezessiven Phasen nicht etwa zu einem neuen wirtschaftlichen Gleichgewicht führen, wie es die Klassiker propagierten, sondern dass fallende Löhne Kräfte erzeugen, die das System weiter in die Tiefe ziehen. Das war auch der Fehler den Reichskanzler Brüning Anfang der 1930er Jahre machte. Er reagierte auf die aufziehende Weltwirtschaftskrise mit einer staatlich verordneten Lohnsenkung. Das Resultat war eine Arbeitlosenquote von über 30%.

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18.05.2010
Editorial Ausgabe Nr. 359
Liebe Leser,

wie entsteht Inflation? Weil alle Angst vor Inflation haben, niemand aber so genau zu wissen scheint, wie sie eigentlich entsteht, werde ich die bestehenden Inflationstheorien übersichtlich in drei Gruppen einordnen.
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29.04.2010
Editorial Ausgabe Nr. 358
Liebe Leser,

die Sorge vor einer Griechenlandpleite und die damit einhergehende Angst vor einem Wertverlust des Euro werden die deutsche Wirtschaft im zweiten Halbjahr enorm stimulieren! Wohlhabende Deutsche schlagen mit dem großteils kreditfinanzierten Kauf einer Immobilien zwei Fliegen mit einer Klappe. Erstens nutzen sie die niedrigen Zinsen zur Immobilienfinanzierung, die sich bei Krediten mit 20jähriger Laufzeit gerade einmal im Bereich von 4% bewegen. Zweitens sichern sie sich vor einer möglichen Inflation oder Währungsreform mit Sachwerten ab. Wenn die Baubranche in Deutschland läuft, dann läuft zwangsweise die gesamte Wirtschaft. Handwerksbetriebe, Baustoffzulieferer, Banken, Notare, Sanitätsgeschäfte, Bauträger, Architekten, Möbelhäuser und viele andere profitieren von einer erhöhten Bautätigkeit. Ob die Wirtschaft boomt, hängt sehr stark von der Erwartungshaltung ab. In meinen Augen werden die hohen Staatsschulden in ganz Europa private Investoren in Immobilien treiben.
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19.04.2010
Editorial Ausgabe Nr. 357
Liebe Leser,

"Marktwirtschaft braucht Pleiten, damit die Gesunden überleben und die Schwachen verschwinden”, schreibt die Wirtschaftwoche in ihrer aktuellen Ausgabe. Dass das Geheimnis wirtschaftlichen Erfolges im Scheitern liegt, strahlt wohl keine Wirtschaftsregion der Welt so stark aus wie das Silicon Valley. Von 20 Neugründungen überlebt im Durchschnitt nur eine Firma.
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30.03.2010
Editorial Ausgabe Nr. 356
Liebe Leser,

es ist schon ein bisschen merkwürdig wofür Deutschland von seinen europäischen Nachbarn derzeit kritisiert wird. Die hohe Exportquote würde der Eurozone schaden, so lautet ein Vorwurf. Hmm, das ist eine interessante Theorie. Wenn ich im Supermarkt französischen Wein kaufe, schade ich dann mir oder den Franzosen? Ein klares Nein. Der freie Handel kann seiner selbst Willen nicht schädlich sein. Wenn etwa französische Automobilkonzerne bei deutschen Zulieferern Komponenten bestellen, dann tun sie das nur, weil sie selbst einen Vorteil davon haben. Keine Firma in irgendeinem europäischen Land wird gezwungen, deutsche Güter und Dienleistungen zu kaufen. Es kann also nur der Neid sein, auf dem der Vorwurf wächst. Und so ergibt sich auch gleich die nächste europäische Forderung an Deutschland, den klammen Griechen zu helfen, was zum Glück von unserer Bundeskanzlerin abgeschmettert wurde.

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19.03.2010
Editorial Austgabe Nr. 355
Liebe Leser,

der jüngste Pannenskandal um den japanischen Autobauer Toyota und die mangelhafte Modellpalette der amerikanischen Automobilhersteller bringt die deutsche Automobilindustrie in eine optimale Ausgangslage, um den globalen Siegeszug anzutreten. Ganz weit vorne mit spielt dabei das Volkswagen-Imperium. Volkswagen ist in dem am schnellsten wachsenden Automobilmarkt der Welt, China, am besten positioniert. 2009 setzte der Wolfsburger Konzern in China 1,4 Millionen Autos ab. 2010 sollen es bereits 1,8 Millionen Autos sein. Bis 2018 wird der chinesische PKW-Markt um etwa 50% wachsen.

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04.03.2010
Editorial Ausgabe Nr. 354
Liebe Leser,

Anfang Dezember schrieb ich, dass nun der richtige Zeitpunkt sei, um ein Dollar-Bulle zu werden. Seitdem hat der Euro massiv an Wert verloren und eine nachhaltige Trendwende ist nicht in Sicht. Investoren flüchten in den Dollarraum.
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15.02.2010
Editorial Ausgabe Nr. 353
Liebe Leser,

woher kommt eigentlich dieser Rettungstrieb, der in jedem Politiker tief verwurzelt scheint? Eine Bank macht Pleite, sie soll gerettet werden. Ein Unternehmen macht Pleite, es soll natürlich auch gerettet werden. Und wenn Griechenland vor dem Bankrott steht, dann finden sich auch einige Politikkasper, die lautstark nach Rettung brüllen. Warum?
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01.02.2010
Editorial Ausgabe Nr. 252
Liebe Leser,

US-Präsident Obama und seine Wirtschaftsberater haben die richtigen Lehren aus der Finanzkrise gezogen!
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20.01.2010
Editorial Ausgabe Nr. 251
Liebe Leser,

China hat Probleme, auf man glatt neidisch werden könnte. Die Regierung wies die großen Banken an, im Januar erst einmal keine weiteren Kredite zu vergeben, um das stramme Wachstum etwas abzubremsen. Im vierten Quartal 2009 dürfte die chinesische Wirtschaft um etwa 11 Prozent gewachsen sein. Wir haben da ganz andere Sorgen, zum Beispiel Journalisten, die mit aller Gewalt aus den hohen Wachstumsraten in China eine Blase konstruieren, aber das ist vollkommener Quatsch. China hat momentan den gewaltigen Vorteil, durch Verwendung oder Imitation westlicher Technologien, die Produktivität seiner Industrien massiv steigern zu können. Das können Sie sich in etwa so vorstellen: Wenn ein Bauer, der seine Felder mit Esel und Holzpflug bestellt, auf einmal einen Traktor und anderes Gerät bekommt, dann wird er einen wesentlich höheren Ernteertrag erwirtschaften. Solange China technologisch zurück hinkt und kaum etwas selber entwickeln muss, sondern sich an etablierter Technologie bedienen kann, werden die hohen Wachstumsraten zwangsweise anhalten.

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29.12.2009
Editorial Ausgabe Nr. 350
Liebe Leser,

welches Fazit verbleibt zum Jahresabschluss? 2009 war das Jahr, in dem die Welt, trotz mehrfach vorhergesagt, nicht unterging! Wie in jeder Krise seit Start der kapitalistischen Wachstums-maschine um das Jahr 1790 in England warnten viele vor dem totalen Zusammenbruch des Finanzsystems und einer jahrelangen Depression. Zu dieser schweren Depression wäre es ohne die Intervention der Zentralbanken auch gekommen und genau das ist für mich die bemerkenswerte Erkenntnis: Die makroökonomische Wirtschaftstheorie hat, obwohl ihr dies in der öffentlichen Meinung nicht anerkannt wird, einen grandiosen Sieg gefeiert. Ben Bernanke zog als FED-Chef aus der Weltwirtschaftkrise 1929 bis 1932 die richtigen Lehren.

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23.12.2009
Frohe Weihnachten
Liebe Leser,

wir wünschen Ihnen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest!

Der nächste TradeCentre Börsenbrief erscheint am Montag, den 28.12.2009!

Liebe Grüße
Ihr TradeCentre-Team
08.12.2009
Editorial Ausgabe Nr. 349
Bisher war ich eigentlich immer fest davon überzeugt, dass die Bedrohung der wirtschaftlichen Entwicklung durch den Sozialismus erst ab 2020 ein Problem wird, wenn der Wachstumsimpuls der sich schnell entwickelnden asiatischen Märkte nachlässt. Aber das Beispiel Griechenland bringt auf einmal ein erschreckendes Alternativszenario ans Licht. Griechenland wird von einer sozialistischen Regierung geführt und ist in seinem ganzen Verwaltungsapparat von Bestechlichkeit und Korruption durchzogen. Dass sozialistische Wirtschaftssysteme mit hohen Staatsquoten nicht funktionieren können, wissen wir nur zu gut aus der Geschichte. Wenn die Griechen den Sozialismus wollen, könnte uns das eigentlich egal sein, aber über den Euro hängen wir eben auch mit drin im Schlamassel. Mit einer eigenen Währung wäre für Griechenland alles halb so schlimm. Die Notenbank müsste lediglich ein wenig Geld drucken und der Staat könnte sich über Seignorage auf Kosten einer kleinen Inflation die Kasse füllen. Nur spielt bei diesem Spiel die EZB nicht mit und so ist Griechenland mit der Realität einer 1,3-fachen Verschuldung zum BIP konfrontiert. Eine Schuldensituation, aus der es ohne starkes Wirtschaftswachstum kein Entrinnen gibt.

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25.11.2009
Editorial Ausgabe Nr. 348
Liebe Leser,

blicken Sie von weit oben mit Ihrem imaginären Auge auf die Industrienationen dieser Erde herab. Sie werden unzählige Fabriken, Straßen und Häuser sehen und vor allem Menschen, die ihrer Arbeit nachgehen und ihr Einkommen verbessern wollen. Bei Siemens werden Sie Wissenschaftler beobachten können, die an den intelligenten Stromnetzen der Zukunft arbeiten, bei BMW stoßen die Mitarbeiter der Forschungsabteilung gerade auf den Erfolg an, eine Limousine mit unter fünf Litern Spritverbrauch entwickelt zu haben und bei Centrotherm arbeiten die Ingenieure an neuen Maschinen, die Solarzellen mit höheren Wirkungs-graden produzieren können. Sie werden dies alles beobachten und sich fragen:

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23.11.2009
Verbio, nun schon 120% Kursgewinn seit Empfehlung
Die Aktie von Verbio kennt kein Halten mehr. Der Anbieter von Biodiesel profitiert aus zwei Gründen. Zum einen will die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für die Biosprit-Produktion verbessern. Konkret geht es um eine Absenkung der Steuersätze. Zum anderen wird Verbio in die Biogasproduktion einsteigen. Restprodukte aus der Biosprit-Produktion können zur Erzeugung von Biogas verwendet werden. Dadurch wird Verbio die operative Marge deutlich steigern können. Andere Medien werden jetzt erst langsam auf diese einzigartige Story aufmerksam. Wir konnten Ihnen diese Informationen bereits deutlich früher vermelden. Seit unserer Kaufempfehlung im TradeCentre Börsenbrief zu 1,40€ hat die Aktie bereits 120% zugelegt.

Fazit: TradeCentre lohnt sich!
16.11.2009
Trading-Research: Aixtron 500% Kursgewinn
Liebe Leser,

in der aktuellen Börsenbrief-Ausgabe haben wir Aixtron-Vorstand Wolfgang Breme im Hintergrundgespräch. Besser könnten die Geschäfte für das Unternehmen Aixtron momentan kaum laufen. Der Durchbruch der LED-Technologie beschert Aixtron volle Auftragsbücher. Schon nächstes Jahr ist die halbe Milliarde beim Umsatz in greifbarer Reichweite. Richtig stolz macht uns unsere Empfehlung für die Aixtron-Aktien in der tiefsten Crashphase Anfang des Jahres. Wer unserer Empfehlung gefolgt ist und zu 3,50€ die Aktie gekauft hat, verbucht mittlerweile ein Kursplus von 500%!

Fazit: Besser informiert mit TradeCentre

Viel Erfolg wünscht
Ihr TradeCentre-Team
09.11.2009
Editorial Ausgabe Nr. 347
Liebe Leser,

die meisten Banken weltweit verdienen wieder gutes Geld. Das ist prinzipiell auch richtig so, weil solide Finanzinstitute ein wichtiger Stützpfeiler der Wirtschaft sind. Falsch hingegen ist, dass den gleichen Personen, die vor der Finanzkrise in den Führungspositionen saßen, jetzt wieder Bonuszahlungen in Milliardenhöhe zugebilligt werden. Llyod Blankfein, Chef der US-Bank Goldman Sachs, sagte gegenüber der Sunday Times: "Wir helfen den Unternehmen zu wachsen, indem wir ihnen helfen, Kapital zu bekommen. Unternehmen, die wachsen, schaffen Wohlstand. Und das wiederum ermöglicht es den Menschen, Jobs zu haben, die noch mehr Wachstum und noch mehr Wohlstand schaffen." Banken würden deshalb einen gesellschaftlichen Zweck erfüllen und "Gottes Werk" verrichten, sagte Blankfein wörtlich. (Deutsche Übersetzung zitiert von Spiegel Online)

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28.10.2009
Musterdepot: Bereit für Einkaufstour!
Der Cashbestand im TradeCentre Musterdepot beträgt nun 50%. Mit dem rechtzeitigen Aufbau von Barbeständen konnten wir unser Trading-Musterdepot nahe dem Allzeithoch stabilisieren. Die Märkte haben ihr bullisches Verhalten seit etwa einer Woche aufgeben. Sehr gute Unternehmenszahlen wie von IBM oder Apple konnten die jeweiligen Aktien nicht mehr beflügeln. Schlechte Quartalsbilanzen wie heute von SAP führen hingegen sofort zu deutlichen Kursverlusten. Das ist ein ungemütliches Umfeld für Long-Positionen. Nun geht es darum in der laufenden Korrekturbewegung günstig den Einstieg in unsere Favoriten zu finden. Welche Aktien wir bevorzugen entnehmen Sie bitte dem TradeCentre Professional Newsletter.
26.10.2009
Verbio heute +20% - mit TradeCentre waren Sie informiert!
Verbio steigt heute um 20% auf 1,80€. Grund ist eine Passage im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung: " Wir wollen den Markt für reine Biokraftstoffe wieder beleben und werden dafür einen Gesetzentwurf mit Wirksamkeit zum 1.1.2010 vorlegen." Dies ist keine Überraschung, wir hatten damit gerechnet und unseren Abonnenten die Aktie schon zu 1,40€ zum Kauf empfohlen. Wenn die irrsinnigen Steuertarifstufen der letzten Regierung, die einen Anstieg der Besteuerung pro Liter Biodiesel von aktuell 10 Cent je Liter auf insgesamt 45 Cent je Liter bis 2013 vorsahen, außer Kraft gesetzt werden, ergibt sich für Biosprit-Produzenten plötzlich eine komplett neue Einnahmesituation.

Fazit: Der Aktien-Research von TradeCentre gibt Ihnen einen wichtigen Informationsvorsprung!
26.10.2009
Editorial Ausgabe Nr. 346
Liebe Leser,

es ist nichts anderes als eine bemerkenswerte Dressurleistung des Staates gegenüber seinen Bürgern, dass diese ein umgekehrtes und kausal falsches Wirkungsprinzip der staatlichen Finanzierung akzeptieren. Anstatt von der Staatsautorität eine Rechtfertigung für die Ausgaben zu verlangen, was eigentlich selbstverständlich wäre, geht der dressierte Bürger den anderen Weg und prangert diejenigen an, die der staatlichen Einkommenskleptomanie einen Riegel vorschieben wollen. Grotesk! Die neue Regierungskoalition hat das einzig Richtige beschlossen, nämlich Steuersenkungen. Ob diese auf Pump finanziert werden, ist nebensächlich, denn es gibt keine Alternative dazu. Der deutsche Staat kann mit Geld nicht umgehen, das hat er in den letzten Jahrzehnten in allen Bereichen bewiesen. Die Mehrwertsteuererhöhung 2005 von 16 auf 19 Prozentpunkte wurde auch damals nicht genutzt, um den Haushalt zu konsolidieren, sondern stattdessen wurden die Ausgaben weiter erhöht. Das Ergebnis ist eine Staatsquote von über 50%, ein noch höheres Haushaltsdefizit und eine wirtschaftliche Stagnation auf dem Binnenmarkt. Nun endlich besteht die Chance diese Spirale des Verderbens zu verlassen, indem die Politik erkennt, dass das Geld bei den Bürgern besser aufgehoben ist.
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12.10.2009
Nanofocus: +56% in zwei Wochen nach TradeCentre-Empfehlung!
Vor zwei Wochen haben wir Ihnen die Aktie von NanoFocus (DE00054000667) zum Kauf empfohlen. Das Timing war spitze. Sie hatten die Möglichkeit das Papier bequem bei Kursen unter vier Euro zu kaufen. Aktuell notiert der Titel bei 5,93 Euro. Das Kursplus: Sage und schreibe 56 Prozent! Und das in zwei Wochen. Zudem waren wir die Ersten, die das Unternehmen entdeckt haben. Inzwischen wurde die Aktie des Herstellers optischer 3D-Oberflächenanalysetools massiv durch diverse Medien getrieben. Nach unserer Empfehlung folgte unter anderem das Magazin "Der Aktionär" sowie "Euro am Sonntag". Allesamt starke Kaufempfehlungen. Hintergrund für den Kursanstieg sind signifikante Aufträge. Unter anderem von einem Medizintechnikhersteller. Zudem hat der Automobilzulieferer ElringKlinger einen Auftrag zu Fertigung eines Prototypen für die Inline-Produktion erteilt. Wir raten die satten Gewinne laufen zu lassen und mit engem Stoppkurs abzusichern.

Fazit: Mit TradeCentre erhalten Sie wichtige Informationen aus erster Hand!


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12.10.2009
Editorial Ausgabe Nr. 345
Liebe Leser,

Volkswagen gab heute Morgen bekannt, den Autoabsatz in China von Januar bis September um 37 Prozent auf 1.061.964 Fahrzeuge gesteigert zu haben. Das ist keine gewöhnliche Unternehmensnachricht, sondern der Vorbote einer neuen Weltordnung. Seit nun mehr als einem Jahr betone ich beharrlich, dass 2010 bis 2020 das goldene Jahrzehnt der Weltwirtschaft wird. Auch meine Prognose, dass der DAX 2010 ein neues Allzeithoch über 8000 Punkten markieren wird, halte ich immer noch voller Überzeugung aufrecht. Solche Erfolgsnachrichten wie von Volkswagen machen offensichtlich warum: China und Indien sind zu riesigen Volumenmärkten herangewachsen, die den deutschen Technologieführern in vielen Branchen gigantische Absatzchancen eröffnen.
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28.09.2009
Editorial Ausgabe Nr. 344
Zwischen 1780 und 1800 startete die erste Innovationswelle, die bis 1840 den Wohlstand in Europa spürbar ansteigen ließ. Historiker bezeichnen diesen Startschuss des wirtschaftlichen Wachstums als industrielle Revolution. Seitdem gab es in regelmäßigen Abständen Phasen, die durch technologischen Wandel gekennzeichnet waren und die bestehende Industriestrukturen radikal veränderten. Die mechanisierte Fabrik, die elektrifizierte Fabrik, die Entdeckung der Chemie, oder in der Sprache der Güter gesprochen: Eisenbahnen, Autos, Elektrizität, Fernseher, Flugzeuge, Informationstechnologie. Wichtig für uns zu wissen ist, dass in all diesen Epochen der radikalen Veränderungen die Wirtschaft sprunghafte Wachstumsraten verzeichnete und die Aktienmärkte haussierten. Die pulsierende Schlagader dieser wirtschaftlichen Wachstumsphasen waren innovative Unternehmen. Die etablierten Platzhirsche mussten Milliardeninvestitionen tätigen, um den Anschluss an eine neue Technologie nicht zu verpassen. Gleichermaßen versuchten Gründerfirmen als Newcomer einen Markt von Grund auf zu erobern. Gravierende technologische Veränderungen führen im Kapitalismus zu einem unnachgiebigem Investitionsdruck.

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14.09.2009
Editorial Ausgabe Nr. 343
Liebe Leser,

das Fernsehduell zwischen Merkel und Steinmeier hat die Schlussphase des Wahlkampfes eingeleitet. Für Ihren Gang an die Wahlurne möchte ich Ihnen einen Gedankengang mit auf den Weg geben. Die beiden Branchen, die unsere Wirtschaft am stärksten stimulieren sind die Immobilienbranche, dicht gefolgt von oder Automobilbranche. Am Bau einer Eigentumswohnung sind zahlreiche Betriebe beteiligt: Der Bauträger, der Architekt, der Elektriker, das Sanitätsgeschäft, die finanzierende Bank, der Sanitärhandwerksbetrieb, der Fließenleger, der Glaser, der Notar und noch viele andere Zulieferbetriebe bekommen ihren Teil vom Kuchen ab. Wenn das Geschäft bei diesen Mittelständlern gut läuft, werden schnell neue Arbeitsplätze geschaffen.

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03.09.2009
Editorial Ausgabe Nr. 342
Das Beispiel Japan zeigt, was passieren kann, wenn staatliche Konjunkturpakete ihre erhoffte Wirkung verfehlen. Vermutlich schon nächstes Jahr wird Japan eine doppelt so hohe Verschuldung haben wie die gesamte Wirtschaftsleistung eines Jahres. Das heißt wenn sämtliche Einnahmen der Volkswirtschaft für die Schuldentilgung verwendet würden, wären erst nach zwei Jahren alle Schulden abbezahlt. In Deutschland beträgt die Verschuldung zum BIP erst 70%. Das ist genau der Wert wo Japan Anfang der 1990er Jahre auch noch stand.

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18.08.2009
Editorial Ausgabe Nr. 341
Liebe Leser,

in den letzten zwei Jahrzehnten war die Inflation ein Gespenst. Man fürchtete sich vor ihr, aber es gab sie nicht. Und auch heutzutage scheint es ausgemachte Sache, wenn man dem Presseecho glauben darf, dass uns eine starke Preisteuerung bevorsteht. In der Tat sind wir Zeitzeugen eines äußerst spannenden Experiments der amerikanischen Notebank. Von der Preisentwicklung in den nächsten beiden Jahren hängt sehr viel unseres Wohlstandes ab. Ich möchte das mit einem einfachen Beispiel konkretisieren:
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04.08.2009
Editorial Ausgabe Nr. 340
Liebe Leser,

wieder einmal beginnt nach einer Krise ein neuer Wirtschaftsaufschwung. Natürlich waren die Argumente der Untergangsprediger falsch, die den Kapitalismus am Abgrund sahen, ich hatte mich darüber häufig ausgelassen. Der Kapitalismus - das ist die Gesamtheit aller Menschen, die in einer freiheitlichen Ordnung an der Verbesserung ihrer Lebenssituation arbeiten. Wundern darf es deshalb nicht, dass die Handlungen von knapp einer halben Milliarde EU-Bürger die Wirtschaft auf den Wachstumspfad führen. Bewundernswert ist es hingegen schon, angesichts der konfusen Ahnungslosigkeit der politischen Führungsspitzen, die offenbar an einer schwerwiegenden Ambivalenz  leiden.

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22.07.2009
Editorial Ausgabe Nr. 339
Liebe Abonnenten,

letzte Woche bei Markus Lanz wäre ich am liebsten in den Fernseher gesprungen und hätte Dirk Müller alias Mr. DAX die Meinung gegeigt. Dass Dirk Müller, trotz offensichtlich nicht vorhandener ökonomischer Bildung, immer noch als Börsenexperte eingeladen wird, mag verwundern, passt aber zur heutigen Zeit. Moral und Investments müssen miteinander kombiniert werden, meint Müller, in voller Vorfreude auf den Publikumsapplaus. Man dürfe nicht in Agrarrohstoffen spekulieren, denn sonst treiben milliardenschwere Fondsmanager mit diesem Geld die Agrarpreise nach oben und Menschen in Indonesien müssten hungern. Er meint es gut, liebe Leser, aber wenn sich diese Meinung durchsetzt, dann wird es bald wieder Hungersnöte geben, denn er hat von Ökonomie keine Ahnung.
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08.07.2009
Editorial Ausgabe Nr. 338
Liebe Abonnenten,

über die Allmachtsfantasien, von denen Finanzminister Peer Steinbrück in seinen Träumen heimgesucht wird, kann man nur spekulieren. Vermutlich führt er in seinen Sehnsüchten den Vorsitz eines Tribunals an und entscheidet im Gewand eines imperialistischen Kaisers welches Unternehmen Gnade verdient hat oder wo sich der Daumen senkt.
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23.06.2009
Editorial Ausgabe Nr. 337
Liebe Abonnenten,

vor einigen Wochen schimpfte ich heftigst über das fehlgeleitete Feuilleton, das keine intellektuelle Basis für die Probleme der heutigen Zeit zu bieten hat. Das hat sich seit letzter Woche mit einem Artikel von Peter Sloterdijk in der FAZ schlagartig geändert. Sloterdijk verfasst die erste gesellschaftliche Problemanalyse seit Ewigkeiten, die den Nagel auf den Kopf trifft. Er erkennt unser Wirtschaftssystem als Semi-Sozialismus und wundert sich, dass die Bürger die Schröpfungen des Steuerstaates einfach so über sich ergehen lassen. Ich zitiere aus dem Werk:
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09.06.2009
Editorial Ausgabe Nr. 336
Liebe Abonnenten,

stünde ich vor dem Wald, so würde ich ihn vor lauter Bäumen nicht sehen. In so einem Zustand der kollektiven Trance, der verschleierten Sinneswahrnehmung sind die Menschen in Deutschland und ganz Europa gefangen. Das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, steckt jedem tief in den Knochen. Unser System funktioniert augenscheinlich nicht mehr, die stetig ausufernde Staatsverschuldung ist der Beweis. Wo soll es hinführen, wenn jede Wirtschaftskrise den Staatshaushalt ein Stück näher Richtung Ruin rückt?
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26.05.2009
Editorial Ausgabe Nr. 335
Liebe Abonnenten,

haben Sie in diesen Tagen auch die kritischen Kommentare zahlreicher Zeitungen über den chinesischen Aufkauf amerikanischer Staatspapiere gelesen? Von Abwertungsrisiken etc. war die Rede. Die Journalisten sind kritisch, weil sie nicht verstanden haben was China eigentlich macht. Die chinesische Zentralbank deckelt die eigene Währung. Sobald jemand Yuan gegen US-Dollar wechselt, druckt die Zentralbank neues Geld und nimmt dafür US-Dollar in Besitz. Mit diesem Geld werden dann die Staatsanleihen gekauft. In diesem Zusammenhang von "Risiko” zu sprechen, trifft die Sachlage nicht. Ich würde die Chinesen eher als smarte Investoren bezeichnen.

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13.05.2009
Editorial Ausgabe Nr. 334
Liebe Abonnenten,

gerade war ich drauf und dran mich an die Grabesreden auf unsere Wirtschaft zu gewöhnen, da fangen auf einmal die Zeitungen an, von einem baldigen Ende der Rezession zu schreiben. EZB-Chefbänker Jean-Claude Trichet spricht gar davon, dass einige Länder ihre konjunkturellen Tiefpunkte bereits überschritten hätten. Das ist natürlich eine starke Ernüchterung für die neokommunistischen Romantikgefühle in der deutschen Gesellschaft.
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29.04.2009
Editorial Ausgabe Nr. 333
Es liegt nun schon ein halbes Jahr zurück, die Aussagen blieben mir dennoch gut in Erinnerung. Beim letzten Treffen der Wirtschafts-Nobelpreisträger in Lindau war eine Phrase häufig zu hören: "Wir verstehen die Wirtschaft nicht wirklich”. Was ist damit gemeint, wenn die bedeutendsten Ökonomen solche verzweifelten Aussagen machen?
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14.04.2009
Editorial Ausgabe Nr. 332
Liebe Abonnenten,

der kleine Hoffnungsschimmer am Konjunkturhorizont wird von den Aktienmärkten ausgiebig gefeiert. Wenn wir am Ende glimpflich durch die Finanzkrise kommen, die nahezu jeder großen Bank ohne staatliche Hilfe das Genick gebrochen hätte, dann haben wir das großteils den Zentralbanken und unserem modernen Geldsystem zu verdanken.
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31.03.2009
Editorial Ausgabe Nr. 331
Liebe Abonnenten,

die Welt ist voller Binsenweisheiten. Der Ball ist rund, Geiz ist geil und wenn zwei sich streiten, dann freut sich der Dritte. Ich werde den Herausgebern solcher Sammelwerke vorschlagen, eine weitere Weisheit hinzuzufügen: "Der Daimler-Aktionär ist immer der Dumme.”
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14.03.2009
Editorial Ausgabe Nr. 330
Sehr geehrte Damen und Herren,

das wirtschaftspolitische Feuilleton ist auf einem intellektuellen Tiefpunkt angekommen. Die Zeitungen sprechen mit ihren Schlagzeilen offensichtlich nur noch die "Animal Spirits” ihrer potenziellen Leserschaft an. Mit Sehnsucht auf eine Besserung lese ich in diesen Tagen die Bücher der Freiheitsphilosophen aus den 70iger Jahren.
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13.03.2009
Das "TradeCentre Trading-Musterdepot" kehrt zurück
Die Kundenwünsche nach einem "Trading-Musterdepot" zum Nachtraden konnten wir nicht länger ignorieren. Nach dem überragenden Erfolg des MasterTrader Blogs mit dem "realen 100.000€ Trading-Depot"  (Performance +500% in nur zwei Jahren) starten wir nun wieder ein Trading-Musterdepot zum Nachtraden.
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13.02.2009
100% Kursgewinn mit Schmack Biogas! So funktioniert Trading mit TradeCentre
Trotz des katastrophalen Börsenumfeldes gibt es immer wieder Aktien, die starke Kursrallys aufs Parkett legen. Schmack Biogas zum Beispiel hat in den letzten Wochen um 100% zugelegt. Mit TradeCentre waren Sie auf diesen Trade perfekt vorbereitet.
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09.02.2009
Neue Website geht online
Endlich ist es soweit. Die neue TradeCentre-Website ist online. Im Kundenbereich stehen Ihnen ältere Ausgaben zum Download bereit. Dort können Sie auch Ihre Zustelladresse für den Börsenbrief-Versand ändern
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